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Mit dem Auto unterwegs Diese Mietwagen- und Versicherungsfallen drohen im Urlaub

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Balearen-Police braucht kaum einer

Hier geht's günstig in die Sonne
FrühbucherrabatteDie Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt, dass Frühbucherrabatte der Reiseveranstalter keineswegs immer Schnäppchen sind. Oft handele es sich um Schmalspurangebote, an denen ein ganzer Rattenschwanz von Kosten hänge. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, nicht nur die Preise verschiedener Angebote zu vergleichen, sondern eben auch die Leistungen. Außerdem sei es empfehlenswert, einfach mal im Reisebüro nach dem billigsten Angebot für das persönliche Urlaubsziel zu fragen. Doch wo gibt es den günstigsten Urlaub, die günstigste Verpflegung oder die günstigsten Shopping-Routen? Quelle: dpa
Der günstigste UrlaubRaus aus dem Winter, Sonne tanken. Gerade im Winter zieht es Spontan-Urlauber an Orte, an denen die Sonne immer scheint. Die Reiseseite Tripadvisor hat deshalb ein Ranking erstellt, das zeigt, wo eine Woche Sonne besonders günstig zu haben ist. Ganz oben steht: Sharm el-Sheik in Ägypten. Dort sind die Gesamtkosten für Unterkunft und Verpflegung derzeit am geringsten. Basis des Rangliste ist ein Preisvergleich von 30 beliebten Urlaubsorten rund um den Globus. Ausgehend von einer vierköpfigen Familie wurden die Reisekosten für einen einwöchigen Aufenthalt in einer Ferienwohnung ermittelt. In Sharm el-Sheik kostet der nur 635,81 Euro. Weitere Informationen zum Thema, welche Rechte Fluggäste haben, wie man bei Handykosten und Mietwagen spart und welche Versicherungen bei Reisen wichtig sind, lesen Sie in unserem 24-seitigen Dossier im Kaufhaus der Weltwirtschaft. Quelle: AP
Das günstigste BierBei den Gesamtkosten nur auf Platz zwei, dafür gleich in mehreren Einzelkategorien der günstigste Sonnenort: Goa in Indien. Bier für zwei Personen ist hier schon für 2,43 Euro zu haben, das Abendessen für die ganze Familie kostet weniger als 30 Euro und auch die Unterkunft ist mit 376 Euro hier recht günstig. Und wo sonst liegt man schon mit Kühen am Strand? Quelle: dpa
Das günstigste AutoDie „Touristenhauptstadt Amerikas“ wird Orlando in Florida genannt. Das liegt sicher auch an Disneyworld. Bei den Gesamtkosten für Familienurlaub liegt die US-Stadt auf Platz vier, am günstigsten ist dort aber nur der Mietwagen: Für 134,91 Euro ist hier ein Auto für eine Woche zu haben. Quelle: REUTERS
Die günstigste MilchAuf Platz acht im Gesamtranking mit 950 Euro für eine Woche Familienurlaub liegt Grenada in der Karibik. In einer Kategorie führt das Urlaubsparadies - und zwar bei Milch: Ein Liter kostet hier nur 44 Cent. Und auch das Bier ist mit 3,80 Euro für zwei Personen noch konkurrenzfähig. Foto: Grand Anse Beach, Grenada, Wikimedia commons Quelle: Presse
Das günstigste BrotParadiesisch sieht es auch auf Mauritius im Indischen Ozean aus. Vor allem weil Unterkünfte hier recht teuer sind (706 Euro für die Familienwohnung) ist die Insel insgesamt nur auf Platz zehn des Rankings. Aber immerhin die Verpflegung ist günstig: Ein Brot kostet gerade mal 33 Cent. Quelle: dpa Picture-Alliance
Das teuerste BierDelfine, herrliches Klima und die malerische Kulisse der Herr-Der-Ringe-Filme: Neuseeland hat einiges zu bieten. Aber dafür müssen Urlauber auch tief in die Tasche greifen. Mit 1760 Euro für eine Woche Familienurlaub liegt South Island, Neuseeland auf Platz 22 des Rankings. In den Kategorien Mietwagen (568 Euro) und Bier (10,25 Euro für zwei Personen) ist es sogar der teuerste Urlaubsort im Ranking. Quelle: dpa Picture-Alliance

Hat es doch gescheppert, kann über den Zentralruf der Autoversicherer die Versicherung des ausländischen Gegners ermittelt werden. Das geschieht anhand des Kennzeichens. Aus dem Ausland ist der Ruf unter +49 (40) 300 330 300 zu erreichen. Die Hotline ermittelt den in Deutschland zuständigen Schadenregulierer für die jeweilige Versicherung. So kann die gegnerische Unfallversicherung schnell kontaktiert werden.

Doch nicht nur bei Reisen im eigenen Auto ist die Versicherung wichtig. Viele Touristen erkunden die fremde Gegend gerne mit einem Mietwagen. Findige Versicherer haben daher bereits in den Achtzigerjahren eine eigene Police für das Auto auf Zeit erfunden – die sogenannte Mallorca-Police. Dahinter verbirgt sich eine Haftpflichtversicherung beziehungsweise eine Klausel, die die Deckungssumme für Schäden im Ausland mindestens auf die in Deutschland geläufigen Mindestsummen anhebt - bei Personenschäden beispielsweise 7,5 Millionen Euro.

Da die Versicherungssummen im Ausland früher oft niedriger lagen als in Deutschland, konnten sie mit der Mallorca-Klausel aufgestockt werden. Heute gilt die Klausel allerdings als überholt. Denn die abgedeckten Schadenssummen im Ausland sind gestiegen.

Spanien beispielsweise hat die Deckungssummen Anfang 2008 erhöht. Bei Personenschäden wurde die Grenzen von 350.000 Euro auf mindestens 70 Millionen Euro geschraubt. Der Mieter steht also plötzlich viel besser da als in Deutschland, eine Mallorca-Police ist damit überflüssig.

Gruppenzwang

Urlauber sollten also zunächst die Deckungssummen im jeweiligen Land beachten. In osteuropäischen Ländern kann sich die Zusatzpolice weiterhin lohnen. Denn wer mit dem Mietwagen einen schweren Unfall baut, dem droht mitunter der finanzielle Ruin. 

Wichtiger als die Mallorca-Klausel ist es, die Selbstbeteiligung bei einem möglichen Unfall mit dem Mietwagen möglichst gering zu halten - selbst wenn der Vertrag dadurch teurer wird. Auch das lässt sich bereits bei einer Onlinebuchung bestimmen.

Im Internet lassen sich die auch bei Mietwagen immer häufiger gewährten Frühbuchervorteile nutzen. Wer beispielsweise bei Avis 60 Tage im Voraus bucht, erhält 15 Prozent auf den Rundum-Sorglos-Tarif. Wer sich 40 Tage vorher meldet, bekommt noch einen Tankgutschein im Wert von zehn Euro. Wer in einem der Vergleichsportale im Internet bucht, sollte zusätzlich auf die Tankregeln achten – die Stiftung Warentest warnte zuletzt vor Manipulationen.

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