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Mit dem Auto unterwegs Diese Mietwagen- und Versicherungsfallen drohen im Urlaub

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Zweitmarkt für Benzin

Die versteckten Fallen bei der Urlaubsplanung
eKeine Erstattung ohne ReisesicherungsscheinBei der Buchung erhalten Urlauber einen Reisesicherungsgutschein, auf dem die Versicherung vermerkt ist, die bei einer Insolvenz des Veranstalters haftet. Entweder ist der Gutschein der Reisebestätigung angeheftet oder auf deren Rückseite abgedruckt. Bucher sollten auf dieses Dokument achten – denn wer es nicht besitzt, bleibt bei Konkurs auf den Kosten sitzen. Im aktuellen Fall der GTI-Insolvenz übernimmt der Insolvenzversicherer Hanse Merkur die Kosten für Hotelunterbringung und Rücktransport für jene Touristen, die eine Pauschalreise bei GTI gebucht haben. Der Versicherer erstattet auch die Kosten, wenn die Reise wegen der Insolvenz nicht angetreten werden kann. Die Ansprüche müssen direkt an die HanseMerkur gerichtet werden. Quelle: dpa
Nachhaken: Was bieten Airlines bei Insolvenz?Im Gegensatz zu Pauschalreisen sind Insolvenzversicherungen bei Flugbuchungen keine Pflicht. Mit der GTI-Insolvenz ist auch die zum Unternehmen gehörende Fluglinie Sky Airlines in Konkurs gegangen. Die Insolvenzversicherung der HanseMerkur gilt jedoch nur bei Pauschalreisen, nicht bei reinen Flugbuchungen – wer nur einen Flug gebucht hat, erhält keine Rückerstattung. Zwar versuchen manche Anbieter in solchen Fällen ihre Fluggäste wieder zum Abflugort zu befördern, jedoch sind die Ticketinhaber hier auf den guten Willen der Airlines angewiesen. Wird ein solcher Service nicht angeboten, müssen Fluggäste ihre Abreise selbst organisieren. Geschädigte sollten ihre Ansprüche einerseits gegenüber der Fluggesellschaft und beim zuständigen Gericht für das Insolvenzverfahren geltend machen. Quelle: dpa
Fehler bei Frühbuchung:  Keine Reiserücktrittsversicherung abschließenFrühbuchen ist gängig – und verspricht hohe Rabatte. Wer bei diesem Ersparnis zu knausrig für eine Reiserücktrittsversicherung ist, hat später das Nachsehen. Denn keiner weiß, was wirklich in sechs, sieben Monaten noch dazwischen kommt: Krankheiten, Schwangerschaften, Todesfälle im Familienkreis. Wer in solchen Fällen keine Reise antreten und seinen Buchungspreis zurück erstattet haben möchte, dem hilft eine Reiserücktrittsversicherung. Diese ist deutlich günstiger als die Stornierungsgebühren, zahlt jedoch nur bei den vertraglich vereinbarten Gründen. Quelle: AP
Die Sicherheitslage beachtenWeiße Strände, Regenwälder, alte Mayaruinen – Mexiko gilt als Traumreiseland. Dabei gilt der lateinamerikanische Staat als mittel- bis sehr gefährlich. Drogenkriege, Korruption und Menschenhandel sorgen für diese Einstufung durch die Unternehmensberatung „Control Risks“, die sich auf Risikomanagement spezialisiert hat. Auf ihrer Website bietet sie Karten an, die die Sicherheitslage in verschiedenen Ländern vergleicht.  Europa gilt als vergleichsweise sicher, mittelgefährlich ist es nur in Süditalien, Griechenland, Kroatien, im Kosovo, Nordirland und in Teilen der Osttürkei. Quelle: dpa
Daten-Roaming deckelnWer mit seinem Smartphone ins Ausland reist sollte seine Daten-Roaming-Einstellung ausgeschaltet haben. Denn zahlreiche Apps wählen sich immer wieder automatisch ins Internet ein, um sich zu aktualisieren - und das zu hohen Preisen. Innerhalb der EU gilt eine teure Roaming-Obergrenze von derzeit 70 Cent pro Megabyte, die ab Juli diesen Jahres auf 45 Cent abgesenkt wird. Ab Juli 2014 sind es nur noch 20 Cent. Wer Internet benötigt, sollte das Daten-Roaming nur bedarfsweise anschalten – und sich im Vorfeld bei seinem Anbieter über Preise und Kostendeckel informieren. Grundsätzlich gilt ein Daten-Roaming Kostendeckel von 50 Euro (mit Mehrwertsteuer 59,90 Euro). allerdings kann man bei seinem Anbieter einen niedrigeren Kostendeckel einrichten lassen (etwa nur von 20 Euro= oder günstige Auslandssurftarife hinzubuchen. Quelle: dapd
WLAN-Netze mit Vorsicht genießenWer im Urlaub Internet braucht kann sich auch per Smartphone oder Laptop in WLAN-Hotspots einwählen. Auf Windows-Computern sollte man dies jedoch von Nutzerprofilen ohne Administratorenrechte aus machen, um sich vor Missbrauch zu schützen.  Telefone, Tablets und Notebooks lassen sich zudem zusätzlich durch Passwörter schützen. Sensible Daten sollten vor der Reise gelöscht oder verschlüsselt werden. Wer seine Daten schützen will kann sich auch einen sogenannten VPN-Tunnel bauen, wobei VPN für Virtual Private Network steht. Anbieter, wie „Hotspot Shield“ stellen dabei eine Verbindung zu verschlüsselten VPN-Servern in den USA her, über die der Nutzer ins „eigentliche“ Internet gelangt. Quelle: AP
Das Impressum des Reiseveranstalters studierenGünstige Reiseportale gibt es viele - doch nur wenige sind auch tatsächlich seriös. Bei besonders günstigen Reiseangeboten lohnt sich der Blick ins Impressum, um zu prüfen wer dahinter steht. Sitzt die Reisegesellschaft im Ausland, müssen Bucher zudem beachten, dass beim Vertragsabschluss kein deutsches Recht gilt. Quelle: dpa

Dasselbe gilt bei der Buchung vor Ort. Bei der Option „voller Tank bei Abholung, leerer Tank bei Rückgabe“ zahlen Mieter oft mehr als nötig. Auf den ersten Blick sparen Kunden dadurch Kosten. Das Problem ist bloß: Niemand will riskieren, den Tank so leerzufahren, dass er kurz vor dem Ziel liegenbleibt. Deshalb ist der Vermieter meist im Vorteil. Er bekommt den Resttank vom Mieter geschenkt und muss weniger auffüllen.

Mehrfach verwertet

In Ländern wie Vietnam wird daraus sogar ein richtiges Zweitgeschäft. Dort werden reihenweise Mopeds an Touristen vermietet. In der Regel ist der Tank zu Beginn leer. Hat der Urlauber die ersten Meter auf dem Motorroller unfallfrei hinter sich gebracht, muss als erstes eine Tankstelle angesteuert werden. Oft bleibt am Ende Benzin übrig, denn die Roller verbrauchen wenig. Geschäftige Vermieter pumpen das übrige Benzin dann aus dem Tank ab und verkaufen es in Plastikflaschen weiter.

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Solche Machenschaften sind zwar in europäischen  Mietwagenhochburgen die Ausnahme. Dennoch versuchen sich Vermieter mit der „voll/leer“-Regel und ihrem vermeintlichen Preisvorteil in den Vergleichsportalen im Internet auf die ersten Plätze zu mogeln. Verbraucherschützer raten Kunden daher, die „voll/voll“-Regel zu wählen, da diese kostenneutral und für beide Seiten fair sei.   

Um dem Tank-Schreck im Urlaub zu entgehen, empfehlen Experten Vergleichsportale mit entsprechenden Filteroptionen. Hier können Kunden nicht nur nach bestimmten Versicherungsbedingungen suchen, sondern auch die Betankung individuell wählen.

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