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Nachgerechnet Wie Versicherer mit Rürup-Renten abkassieren

Die Rürup-Rente erlaubt es Selbstständigen, steuerbegünstigt fürs Alter zu sparen. Doch manchmal ist es eine Vorsorge für den Vertreter. Der Kunde dagegen sitzt in der Falle.

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Bei der Rürup-Rente hilft Rechnen

Carsten Röller*), 31 Jahre alt, hat sich sehr gewundert. Seit 2006 zahlt er in seine Rentenversicherung „Gerling Basisrente Dynamic“ ein, insgesamt rund 12.000 Euro bis jetzt. Doch laut Bescheid wurden gerade mal gut 6.000 Euro als Guthaben angesammelt. 301 Euro monatlich zahlt Röller künftig, die Beiträge steigen regelmäßig. Doch lohnt sich das für ihn, oder sorgt er hier eher für andere vor? Berechnen können Versicherte das auch selbst, wenn sie alle Daten haben. 

Sieben Wahrheiten über die Rente
Die Rente mit 67 ab 2012 Quelle: dpa
Mit 65 in Rente für den Jahrgang 1945 nichts ungewöhnliches. Quelle: dpa
Die Rentenbezugsdauer ist um 7 Jahre gestiegen Quelle: AP
Weniger Geld für Rentner Quelle: dpa
Durchschnitts-Brutto-Abschläge 2010 bei 113,02 Euro. Quelle: dpa
Das durchschnittliche Rentenzugangsalter sinkt auf 60,7 Jahre Quelle: dpa
Ostdeutsche gehen ein knappes Jahr früher in Rente als die Westdetuschen Quelle: dpa

Was hat er überhaupt abgeschlossen? Röller bekommt als Selbstständiger im Alter keine staatliche Rente. Deshalb hat ihm ein Vertreter zu dem Vertrag geraten, zu einer Rürup-Rente. Das heißt, der Staat hilft mit Steuererleichterungen in der Ansparphase, die im Lauf der Jahre immer höher werden. Doch von möglichen Steuererleichterungen sollte sich kein Sparer blenden lassen. 

Die HDI gibt nach Rückfrage Auskunft. Über 5.500 Euro Provision hat Röller bis jetzt bezahlt. Stolze 6,75 Prozent der gesamten Beitragssumme, die er in den vielen Jahren bis zur Rente einzahlt. Üblich sind eher vier Prozent.

Überblick: Das neue Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

Mit jeder Beitragserhöhung kassiert die Versicherung erneut Provisionen. Dazu kommen die Verwaltungskosten. Bei Rürup-Renten ist die Verwaltung aufwendiger, da sie besonders stark reglementiert sind. Für Röller betragen die Verwaltungskosten inzwischen über 300 Euro im Jahr.

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