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Niedrigzinsen Sorge um die Lebensversicherung

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Vor diesem Hintergrund ist der Kampf um den Garantiezins letztlich ein Schaukampf: Allen, die eine Police haben, kann er letzlich egal sein. Denn erstens würden die 1,75 Prozent nur für Neuverträge gelten und zweitens zahlen alle Versicherer bisher deutlich mehr als diesen Garantiezins, nämlich den Garantiezins plus eine freiwillige Überschussbeteiligung plus Schlussüberschuss. Deren Höhe hängt davon ab, welche Rendite der Versicherer aus seinen Kapitalanlagen herausholt.

Die durchschnittliche Verzinsung von Lebensversicherungen soll laut Branchenangaben in 2011 bei rund 4,1 Prozent liegen. Die Allianz hat die Verzinsung ihrer Policen gerade von 4,3 auf 4,1 Prozent gesenkt, die Debeka senkte von 4,6 auf 4,3 Prozent, Axa Leben will die Summe aus Garantiezins und Überschuss unverändert bei vier Prozent halten, ebenso die Alte Leipziger (4,1 Prozent) und die Huk-Coburg-Leben (4,25 Prozent). Die R+V hingegen senkt von 4,3 auf 4,1 Prozent.

Wichtig zu wissen: Die verschiedenen Rendite-Größen (Garantiezins, Überschussbeteiligung und Schlussüberschuss) beziehen sich nicht auf die gesamten eingezahlten Beiträge, sondern auf die Beiträge nach Abzug der Kosten, des Risikobeitrags und der Provisionen des Versicherers. Die liegen im Schnitt bei zusammen 20 Prozent der Beiträge, bei schlecht wirtschaftenden Versicherungen auch darüber.

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