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Pläne für 2015 Sieben Krankenkassen wollen Beitrag senken

Sieben Krankenkassen wollen voraussichtlich zum 1. Januar 2015 ihren Beitragssatz senken. Dazu zählen unter anderem die "Techniker Kasse" wie auch die "Big direkt".

Diesen Krankenkassen sterben die Kunden weg
Krankenkassenkarten Quelle: dpa
Steine mit Aufschriften Quelle: dpa
Schriftzug der AOK Quelle: dpa
Grafik des Dienstes für Gesellschaftspolitik Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der G&V BKK Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK Phoenix Quelle: Handelsblatt
Screenshot der Internetseite der BKK Medicus Quelle: Handelsblatt

Ab 2015 können die Krankenkassen ihren Beitragssatz selbst bestimmen: Sieben Krankenkassen wollen nun eine Beitragssatzsenkung in Aussicht stellen, wie eine Umfrage der "Rheinischen Post" bei den Krankenkassen ergeben hat. Dazu zählen die Techniker Kasse mit 8,8 Millionen Versicherten, die Big direct, die HKK, die Knappschaft und drei Kassen aus dem BKK-Verband (BKK Firmus, BKK VDN, BKK VBU). Die übrigen Krankenkassen wollten noch keine Angaben machen, ob sich mit Start der Finanzreform des Kassensystems eine Beitragsänderung ergibt. "Zum 1. Januar 2015 werden viele Krankenkassen noch Überschüsse haben, über die sie frei verfügen können", sagte der Münchner Gesundheitsökonom Günter Neubauer der Zeitung. "Das werden einige nutzen, um mit einem niedrigeren Beitragssatz als heute in den Wettbewerb zu gehen." Neubauer geht davon aus, dass alle Kassen ab 2017 einen höheren Beitrag verlangen werden. "Vermutlich wird der durchschnittliche Beitragssatz dann bei 16,0 Prozent liegen. Wenn alle Kassen erhöhen, dann ist der Anreiz zum Wechseln für die Versicherten auch nicht sehr hoch", sagte Neubauer.

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Die Beiträge für die rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten sollen sich künftig wieder stärker von Krankenkasse zu Krankenkasse unterscheiden können. Das Vorhaben von Union und SPD soll zügig umgesetzt und zum 1. Januar 2015 wirksam werden. Der Beitragssatz soll von 15,5 auf 14,6 Prozent sinken. Entfallen soll dabei ein Sonderbeitrag von 0,9 Punkten zulasten der Versicherten. Arbeitgeber und -nehmer sollen von den 14,6 Prozent jeweils die Hälfte tragen. Die Kassen sollen aber vom Einkommen abhängige, prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern nehmen können. Pauschale Zusatzbeiträge in festen Eurobeträgen sollen Kassen anders als heute dagegen nicht mehr erheben dürfen.

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