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Recht Vorsicht vor Vertretern bei Berufsunfähigkeits-Versicherungen

Wer eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließt, füllt die Formulare nicht immer selbst aus. Oft ist es der Versicherungsvertreter, der auf Nachfrage die Eintragungen vornimmt - und die stellen sich nachträglich manchmal als inkorrekt heraus. Der BGH hat jetzt die Rechte von Versicherten gestärkt.

Berufsunfähigkeits-Versicherun Quelle: AP

Verweigert die Assekuranz später wegen angeblich verschwiegener Erkrankungen die Zahlung, fallen Versicherte oft aus allen Wolken: Sie hätten dem Vertreter alles gesagt, dieser habe offenbar bei den Eintragungen geschludert.

Der BGH hat jetzt zwei solcher Fälle entschieden und die Rechte der Versicherten gestärkt. Im ersten Fall stellten die Richter klar: Erwähnt ein Antragsteller Rückenbeschwerden, muss der Vertreter nach Details fragen (IV ZR 119/06). Die Versicherung könne sich später nicht darauf berufen, dass der Betroffene nicht von sich aus alles offenbart habe.

Im zweiten Fall sagten die Richter: Assekuranzen können die Zahlung nicht einfach mit dem Argument verweigern, dass Vertreter und Versicherter beim lückenhaften Ausfüllen gemeinsame Sache gemacht hätten (IV ZR 270/06). Dafür müssten sie detaillierte Beweise vorlegen.

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