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Reiseschutz Richtig versichert in den Urlaub

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Wann Reiserücktransporte sinnvoll sind

Der Reisemarkt Arabien
Ein ägyptischer Demonstrant hält die Nationalflagge in die Höhe Quelle: dapd
Eine Frau steht vor dem Logo der TUI AG Quelle: dpa
Touristen reiten auf Kamelen in Ägypten Quelle: gms
Eine Filiale des Reiseveranstalters Thomas Cook in London Quelle: dapd
Zwei Männer geben in Kairo ihre Stimme zur Parlamentswahl ab Quelle: dapd
Eine Frau hält eine Tunesien-Broschüre in der Hand Quelle: dpa
Ein Badeort in Sharm El-Sheikh Quelle: dpa

In manchen Fällen reicht der Griff in die Reiseapotheke oder der Besuch beim hoteleigenen Arzt aber nicht aus. Bei einem schlimmen Unfall oder einer schweren Erkrankung ist der Besuch im Krankenhaus angezeigt. Hier können sogenannte Reisemediziner Tipps zur Wahl des richtigen Krankenhauses geben. Gerade in Dritte-Welt-Ländern ist ein solcher Rat Gold wert. Besonders in afrikanischen Ländern gilt: Privatkliniken bieten nicht unbedingt die beste Versorgung, Militärkrankenhäuser sind oft besser aufgestellt.

Sollte ein Rücktransport nach Deutschland nötig sein, decken die Auslandskrankenzusatzversicherungen diesen genauso ab, wie den Transport ins nächstgelegene Krankenhaus. Ein Rücktransport nach Deutschland wird in der Regel dann erstattet, wenn er medizinisch notwendig ist, das heißt: wenn es vor Ort keine geeigneten Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wer in den USA in einen Unfall verwickelt wird, wird sich also vor Ort behandeln lassen müssen, bei Burkina Faso sieht es da schon anders aus. Premium-Tarife zahlen auch dann, wenn der Tarif nur sinnvoll wäre oder wenn der Patient mehr als zwei Wochen in einem Krankenhaus in der Ferne verbringen würde. Sollte der Patient anfangs nicht transportfähig sein, wird gemeinsam mit den Ärzten vor Ort ein Zeitpunkt für einen Rücktransport ausgewählt. Die Kosten werden allerdings nicht übernommen, wenn die Erkrankung schon vor dem Reiseantritt erkennbar war.

Bei der Auslandsreisekrankenversicherung der Debeka (einfacher Tarif: sechs Euro pro Jahr) beispielsweise sind neben der ambulanten sowie stationären Versorgung vor Ort auch der "Rücktransport an den ständigen Wohnsitz der versicherten Person oder zu einem grundsätzlich zur Behandlung geeigneten Krankenhaus in der Bundesrepublik Deutschland, versichert, wenn

  • der Rücktransport medizinisch notwendig ist oder
  • die voraussichtlichen Kosten der Heilbehandlung im Ausland die Kosten des Rücktransports übersteigen würden oder
  • nach ärztlicher Prognose eine stationäre Behandlung länger als 14 Tage dauern würde"

Im Regelfall ist der Reiserücktransport eine Leistung, die für eine Person bezahlt wird. Ausnahmefall sind Kinder: Hier fliegen Vater oder Mutter auf Versicherungskosten mit zurück nach Deutschland. Details über die Konditionen finden sich wie immer im Kleingedruckten. Beispielsweise bei der Hanse Merkur heißt es: "Der Versicherer übernimmt auch die Kosten für eine mitversicherte Begleitperson, soweit die Begleitung medizinisch erforderlich, behördlich angeordnet oder seitens des ausführenden Transportunternehmens vorgeschrieben ist."

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