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Risiko-Lebensversicherung So sichern Sie Ihre Angehörigen richtig ab

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Unterschiede in Beiträgen und Leistungen

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    Im Test offenbarten sich große Beitragsunterschiede. Ein 50-jähriger, rauchender Versicherungsfachangestellter musste beim teuersten Anbieter (Debeka) 3,5-mal mehr zahlen als beim günstigsten Anbieter (InterRisk). Die Debeka bot Interessenten auch in fünf anderen Musterfällen den höchsten Nettobeitrag an. Daher wurden ihre Konditionen für 40- und 50-Jährige nur mit der Schulnote „mangelhaft“ bewertet. Bei 30-Jährigen gab es gar ein "ungenügend".

    Eine Besonderheit wies der Versicherer R+V auf. Er bietet Rauchern und Nichtrauchern gleich hohe Beiträge. Für Raucher war er damit durchaus konkurrenzfähig, für Nichtraucher hingegen waren andere Versicherer meist sehr viel günstiger. Unter den Online-Anbietern fiel vor allem die HanseMerkur-Versicherung durch hohe Nettobeiträge auf. In zehn von zwölf Fällen war der Hanse-Merkur-Tarif teurer als die Angebote aller anderen getesteten Online-Anbieter.

    Dafür verprassen Deutsche ihre Lebensversicherung
    Platz 10: Hobbys (1,7 Prozent)Rund 40 Milliarden Euro zahlen deutsche Versicherer jährlich für auslaufende Lebensversicherungen aus. Das stecken nur 1,7 Prozent der Empfänger in ihre eigenen Hobbys. Die Zahlen stammen von der Gothaer Versicherung. Diese hat die Gesellschaft für Konsumforschung GfK beauftragt, über 1.000 Deutsche zu ihren "Zahltag-Wünschen" zu befragen, wenn die Lebensversicherung fällig ist. Quelle: dpa
    Platz 9: Zweit-Wohnsitz im Ausland (2,7 Prozent)Ein Domizil an der Sonne gilt als klassische Ausgabe für Senioren. Dabei wollen nur 2,7 Prozent der Befragten ihre Lebensversicherung für eine Immobilie auf Mallorca und Co. verprassen. Quelle: dpa
    Platz 8: Erfüllung von Kauf-Wünschen (3 Prozent)Deutschlands Senioren geben sich bescheiden. Auch dem Klischee des Rentners, der sich endlich ein Cabrio leisten kann, wollen sie nicht folgen. Nur drei Prozent wollen sich solche teuren Wünsche erfüllen, wenn die Lebensversicherung fällig ist. Quelle: dpa
    Platz 7: Wohnung oder Haus kaufen (7,7 Prozent)Deutlich mehr Befragte wollen im Alter eine Immobilie kaufen: 7,7 Prozent planen ihre Lebensversicherung dafür einzusetzen. Die Rekord-Preise zahlreicher Immobilien in München, Düsseldorf oder Frankfurt können sich ohnehin nur noch junge Glücksritter oder eben "Best-Ager" leisten. Der Deutschen Bank zufolge stiegen die Immobilienpreise in Großstädten seit 2008 jährlich um sieben Prozent. Quelle: dpa
    Platz 6: Anlage für Kinder oder Enkelkinder (9,3 Prozent)Viele Deutsche geben sich bei der Lebensversicherung uneigennützig: 9,3 Prozent nutzen die Auszahlung, um sie wieder für ihre Kinder oder Enkelkinder anzulegen. Quelle: obs
    Platz 5: Renovierungen (10,7 Prozent)Im Alter haben sich viele Deutsche oft schon Haus und Grund zugelegt - und bringen mit ihrer Lebensversicherung Haus und Wohnung wieder in Schuss. 10,7 Prozent der Befragten haben Renovierungen als "Zahltag-Wunsch" angegeben. Quelle: dpa
    Platz 4: Weitersparen (11,8 Prozent)Kaum ist das ersparte Geld da, soll es wieder reinvestiert werden: 11,8 Prozent wollen nach der Auszahlung ihrer Lebensversicherung weiter sparen. Quelle: dpa

    Auch bei den Leistungen gibt es Unterschiede. So bieten zwar zum Beispiel zehn der 13 untersuchten Basis-Tarife von klassischen Versicherern einen vorläufigen Versicherungsschutz vom Tag der Antragstellung an. Nur bei PrismaLife gilt dieser Schutz aber summenmäßig unbegrenzt.

    Unterhalb bestimmter Versicherungssummen verlangen Versicherer von Kunden kein ärztliches Gutachten. Mit 400.000 Euro Grenze, unabhängig vom Alter des Neukunden, sind Dialog Lebensversicherung und HUK-Coburg hier am großzügigsten. Unter den Online-Anbietern verlangen Community Life, CosmosDirekt und Huk24 bis 400.000 Euro Versicherungssumme kein ärztliches Gutachten. Der Online-Anbieter Gothaer verlangt im Basis-Tarif zwar nie ein ärztliches Gutachten, deckelt dafür die maximale Versicherungssumme aber auch auf 250.000 Euro.

    Wenn alles gut läuft, haben Versicherte mit dem Kundenservice eines Versicherers wenig zu tun. Wenn nicht, sind sie auf gute Betreuer angewiesen. Die verdeckten Testanfragen per E-Mail beantworteten die Online-Anbieter zum Beispiel schon nach 22 Stunden. Mitarbeiter der klassischen Anbieter brauchten durchschnittlich zwei Tage und sieben Stunden. Stuttgarter Lebensversicherung und Debeka ließen es besonders entspannt angehen: Sie brauchten im Schnitt über fünf Tage. Am schnellsten war die Europa: Hier hatten unsere Tester im Durchschnitt schon nach drei Stunden eine Antwort.

    Schnelligkeit allein ist aber natürlich noch kein Qualitätsmerkmal. Doch auch inhaltlich waren die Online-Anbieter überzeugender. In 90 Prozent aller Fälle beantworteten sie die per E-Mail gestellten Fragen auch inhaltlich. Die klassischen Anbieter hingegen gingen überhaupt nur bei 65 Prozent der Rückmeldungen inhaltlich ausreichend auf die gestellte Frage ein.

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