Schiffsfonds Nach Reeder-Pleite unter Wasser

Die Insolvenz zahlreicher Firmen des Beluga-Imperiums von Niels Stolberg trifft rund 30 Fonds von Emittenten wie HCI, Ownership und Bluewater. Viele finden zwar neue Charterer für ihre Schiffe, müssen mitunter aber massive Abschläge bei den Charterraten hinnehmen.

Ein Schiff des Insolventzen Quelle: dpa

2010 flossen 800 Millionen Euro Eigenkapital in Fonds – vieles unfreiwillig, weil Anleger sich an Sanierungen beteiligen mussten. Insgesamt stecken 35 Milliarden Euro Anlegergeld in Schiffsbeteiligungen, mit Krediten sind es über 50 Milliarden. Große Anbieter sind Conti, Nordcapital und HCI.

Probleme

Anleger investieren in Kreuzfahrt-, Massengutschiffe oder Tanker. Die Frachtraten der Schiffe sollen Kosten und Ausschüttungen decken. Fallen die Raten, werden Prognosen Makulatur. Die Einnahmen decken dann nicht die Betriebs- und Kreditkosten, so wie in der Krise 2009. Gut 30 Fondsinitiatoren forderten 2010 zusätzliches Geld von ihren Anlegern, um Insolvenzen abzuwenden – darunter Dr. Peters, Fondshaus Hamburg und HCI. Auch Banken, die Schiffe mitfinanzieren, fordern oft die Beteiligung der Anleger an Sanierungskonzepten.

Geld zurück?

Anwälte sehen die Chance auf Rückabwicklung, wenn der Berater Anleger nicht über Provisionen aufgeklärt hat. Bei den Fonds-anbietern ist oft nicht viel zu holen. Anleger haben oft auch Anwälte eingeschaltet, weil sie Ausschüttungen vergangener Jahre zurückzahlen sollten.

Fazit

Lieber eine Reederei-Aktie kaufen.

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