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Semesterstart Welche Versicherungen Studenten wirklich brauchen

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Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berufsunfähigkeit – das klingt für die allermeisten Studenten zu Beginn des Studiums völlig fremd und weit weg. „Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird oft unterschätzt“, sagt Elke Weidenbach. Es sei aber gerade sinnvoll, eine abzuschließen, wenn man noch jung und weitestgehend krankheitsfrei ist. Dann erhält man die Verträge nämlich problemloser und günstiger als im höheren Alter.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist man abgesichert, wann immer man berufsunfähig wird. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Unfallversicherung, die viele Studenten anfangs als Alternative ansehen. „Diese zahlt allerdings nur bei einer Invalidität nach einem Unfall“, erklärt Weidenbach. Nicht aber im Falle einer Krankheit. Außerdem könne immer etwas passieren. „Ich kann es verstehen, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung kurz nach dem Schulabschluss noch etwas nebulös wirken mag, empfehlenswert ist sie trotzdem“, sagt Weidenbach.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist deutlich teurer als eine Haftpflichtversicherung. Deshalb sollten sich Studenten genau überlegen, ob sie gleich beim ersten Studium eine benötigen. Immerhin orientiert sich der Preis des Tarifs am späteren Beruf. Da man diesen anhand der teils sehr allgemeinen Studiengänge nur schwer voraussagen kann, können die Tarife beim Start ins Berufsleben nochmal angepasst werden. Auch Studienwechsel sind keine Seltenheit und es kann sein, dass der Tarif für den neuen Studiengang angepasst wird und sich der Beitrag erhöht. Solange es dann aber keine neue Gesundheitsprüfung gibt, bleibt es bei vergleichsweise niedrigen Beiträgen aufgrund des frühen Eintritts in die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Stiftung Warentest hat von allen in Deutschland niedergelassenen Versicherern einen Berufsunfähigkeitsschutz für einen Modellkunden angefordert. Dieser ist Student der Betriebswirtschaft im dritten Semester und 20 Jahre alt. Testsieger wurde ein Tarif der Barmenia. Andere prominente Versicherer mit einem Qualitätsurteil der Note „sehr gut“ waren die Allianz oder die Gothaer. Die Preise der zehn besten Tarife reichen von knapp 40 Euro im Monat bis mehr als 60 Euro. Das Ganze bei einer vereinbarten Monatsrente von 1000 Euro im Falle einer Berufsunfähigkeit.

Auslandskrankenversicherung

Viele Studenten zieht es während der Unilaufbahn für ein Auslandssemester in andere Länder. Wer sein Auslandssemester in einem Land der Europäischen Union absolviert oder für längere Zeit dorthin verreist, muss sich nicht um eine private Auslandskrankenversicherung kümmern. Denn die gesetzliche Krankenversicherung schützt den Versicherten auch im EU-Ausland und solchen Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Ein Beispiel dafür ist die Schweiz. Wer allerdings in die USA oder China reist, der braucht ohnehin eine private Auslandskrankenversicherung.

Vorsicht: Selbst in den EU-Ländern oder Staaten, mit denen ein Abkommen geschlossen wurde, gehört der Rücktransport in der Regel nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist empfehlenswert einen entsprechenden Tarif abzuschließen, der den Krankentransport mitabsichert.
Um die besten Tarife für sich selbst zu finden, empfiehlt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale folgende Rangordnung: „Mit besonderer Sorgfalt sollten die Versicherungsbedingungen beachtet werden, wann die Versicherung zahlt und wann nicht. Das ist immer eine sehr kleinteilige und aufwändige Arbeit, aber sie ist unentbehrlich. Erst danach sollte man auf die Tarife und den Preis achten.“

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