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Sparplan Als Millionär in Rente

Altersvorsorge: So gehen Sie als Millionär in Rente Quelle: Imago

Für die meisten scheint es unvorstellbar, jemals Millionär zu werden. Dabei kann jeder die Million zu Rentenbeginn erreichen – zumindest rein rechnerisch. Wir zeigen, wer wie viel zurücklegen müsste.

In Deutschland leben immer mehr Millionäre: Voriges Jahr waren es knapp 1,3 Millionen, ganze 300.000 mehr als noch 2013. Damit besitzen etwa 1,6 Prozent aller Deutschen mindestens eine Million Euro – Sachbesitz nicht eingerechnet. Wer auch zu diesem elitären Club gehören möchte, sollte früh anfangen zu sparen. Dann ist die Million tatsächlich erreichbar, vorausgesetzt, man hat in so jungen Jahren schon genug Geld zum Sparen übrig. Mit steigendem Alter steigen auch die Sparraten, bis die Million allein über einen Sparplan schließlich kaum noch zu erreichen ist.

Gehen wir von einer Frau Mustermann aus, kinderlos und alleinstehend, die ihr Alter in finanziellem Komfort genießen will; in Zahlen: Sie will bei ihrem Renteneintritt mit 67 Jahren eine Million Euro auf dem Konto haben. Wie viel muss sie sparen, um diese Summe zu erreichen?

Szenario 1: Sparbeginn mit 20 Jahren

Beginnt Frau Mustermann ihren Eine-Million-Sparplan bereits mit 20 Jahren, hat sie je nach Budget und Anlageform durchaus realistische Chancen, die Million zu erreichen. Bei einem durchschnittlichen Zinssatz von drei Prozent– historisch betrachtet durchaus ein üblicher Wert – muss Frau Mustermann Monat für Monat 988 Euro zurücklegen. Legt sie ihr Geld hingegen zu einem Zins von sechs Prozent an, beträgt die monatliche Sparrate nur 514 Euro. Das wäre erfahrungsgemäß etwa mit einem ETF-Sparplan auf den Dax möglich, der jährlich Renditen um die sechs Prozent abwirft, Dividenden nicht eingerechnet.
In den Rechenbeispielen bereits eingepreist ist die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge von 25 Prozent, die ab einem Freibetrag von 801 Euro anfällt. Nicht eingerechnet sind hingegen der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer, die nach heutigem Stand ebenfalls anfallen können, sowie mögliche Bankgebühren.

Szenario 2: Sparbeginn mit 30 Jahren

Schon bei einem Sparbeginn zehn Jahre später ist die Million deutlich schwerer zu erreichen. Nimmt man dieselben Grundvoraussetzungen wie im ersten Beispiel, so ergeben sich folgende Sparraten: Bei einem Zinssatz von drei Prozent muss Frau Mustermann nun 1433 Euro im Monat zurücklegen, bei sechs Prozent sind es 878 Euro.

Szenario 3: Sparbeginn mit 40 Jahren

Beginnt Frau Mustermann erst mit 40 Jahren, auf die Million zu sparen, sollte sie jeden Monat größere Summen erübrigen können. Bei einem Zinssatz von drei Prozent müsste sie 2233 Euro monatlich zurücklegen, bei sechs Prozent immer noch 1588 Euro.

Szenario 4: Sparbeginn mit 50 Jahren

Nahezu unmöglich wird der Weg zur Spar-Million, wenn Frau Mustermann ihren Sparplan erst mit 50 Jahren beginnt. Um innerhalb von 17 Jahren Millionärin zu werden, müsste sie bei einem Zinssatz von drei Prozent stolze 4013 Euro im Monat zurücklegen. Bei sechs Prozent wären es 3272 Euro.

Alleine über das Sparen Millionär zu werden, ist freilich auch ambitioniert – umso mehr, wenn man von normalen Arbeitseinkommen ausgeht. Die meisten der 1,3 Millionen Millionäre in Deutschland verfügen denn auch über Einnahmen aus Unternehmens- oder Immobilienbesitz. Den immerhin könnte theoretisch auch Frau Mustermann erreichen. Schwieriger zu beeinflussen ist jedoch der Hauptfaktor, der den Reichtum der deutschen Millionäre ausmacht: Drei Viertel von ihnen haben ihr Vermögen zumindest in Teilen geerbt.

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