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Stiftung Warentest Schlechte Noten für Riester-Versicherungen

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Ein großer Versicherer hat schlecht abgeschnitten

Die klassische Riester-Rentenversicherung ist in den vergangenen Jahren der Verkaufsrenner unter den Riester-Produkten gewesen. Dabei hat dieses Produkt nach Einschätzung von Verbraucherschützern mehr als einen Haken.

Der Kunde lässt sich dabei auf eine lange Zahlungsverpflichtung ein. Er kann den Vertrag höchstens beitragsfrei stellen, wenn er kein Geld mehr hat. Das heißt, er zahlt dann die Beiträge nicht mehr und bekommt später vielleicht nur eine kleine Rente – eben aus jenem Geld, das er eingezahlt hat. Außerdem sind die Zinsen derzeit sehr niedrig.

Was an der Riester-Kritik dran ist

Der Vorteil der Riester-Rente: Sparer wissen heute schon, wie viel Geld sie später mindestens als Rente bekommen. Doch auch bei diesen garantierten Werten gibt es große Unterschiede, wie Finanztest nun feststellt.

Bei dem 37-jährigen Musterkunden, der 30 Jahre 1200 Euro jährlich einzahlt, hat der schlechteste Anbieter eine garantierte Monatsrente von 138 Euro geboten. Der beste lag immerhin bei 161 Euro. Was auf den ersten Blick nicht nach viel aussieht, kann sich über die Jahre zu mehreren tausend Euro aufaddieren.

Öko-Test: „So trickst die Versicherungslobby“

Es gibt nach Einschätzung von "Finanztest" Versicherer, die trotz der Finanzkrise das Geld der Kunden gut angelegt haben, wie etwa Debeka. Das sei es sehr wahrscheinlich, dass das in Zukunft auch so ist. Es gebe aber auch Versicherer wie die Generali, die da nicht sehr gut abgeschnitten hätten. Es sei also auf jeden Fall auch wichtig zu schauen, welcher Versicherer gut gewirtschaftet habe. Deshalb ist dieser Punkt auch mit 40 Prozent in unserer Qualitätsurteil eingegangen.

Wichtig war den Testern Kostentransparenz. Kann der Kunde die Kosten nachvollziehen? Weiß der Kunde wie hoch seine Rente ist aus Eigenbeiträgen und Zulagen oder wird da nur eine Rente ausgewiesen, die sich nur aus den Eigenbeiträgen speist? Wird ermöglicht, dass ein Kunde seinen Vertrag beitragsfrei stellen kann und dann zu den ursprünglichen Bedingungen dann wieder die Zahlung fortsetzen kann?  All dies habe man sich im Kleingedruckten angeschaut.

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