Versicherung Keine Ahnung von Unisex-Tarifen

"Unisex-Tarif? Nie gehört." Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Bürger keine oder falsche Vorstellungen von den Versicherungstarifen haben, die künftig für Männer und Frauen gleichermaßen gelten.

Für Männer und Frauen gelten ab Dezember einheitliche Versicherungstarife. Über die Folgen für den eigenen Versicherungsschutz weiß jedoch kaum jemand Bescheid. Quelle: dpa

Am 21. Dezember kommen die Unisex-Tarife - also solche, die ungeachtet des Geschlechts gleiche Konditionen ausweisen. Damit verändern sich die Beiträge für viele Versicherungen - mal wird es für Männer teurer und für Frauen günstiger, mal umgekehrt. Daher ist es sinnvoll, den Versicherungsschutz noch vor dem Stichtag anzupassen und sich günstigen Versicherungsschutz zu sichern.

Viele wissen jedoch gar nicht, was im Dezember auf sie zukommt. Eine repräsentative Befragung des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit ergab, dass nur 17 Prozent der Bundesbürger von sich sagen, sie fühlten sich beim Thema „Unisex-Tarife“ gut informiert. Das bedeute die große Mehrheit von über 80 Prozent fühlt sich schlecht informiert.

So kam es dann auch zu den folgenden Ergebnissen. So werden Rentenversicherungen in der Tendenz für Männer teurer - dieser Meinung waren aber nur 38 Prozent. Auch bei privaten Krankenversicherungen steigt der Beitrag in der Regel für Männer. Dies glauben aber nur 41 Prozent der Bürger.

Risikolebensversicherungen werden hingegen für Frauen teurer - hier liegen nur 32 Prozent richtig. Teurer wird es für Frauen ab dem Stichtag ebenfalls in der Kfz-Versicherung. Aber auch hier geben nur 39 Prozent die richtige Antwort. „Unisex-Tarife sind versicherungstechnisch nicht sinnvoll, wurden uns aber vom Gesetzgeber vorgegeben. Umso wichtiger ist bei diesem Thema aber eine kompetente Beratung. Sonst besteht die Gefahr, dass Verbraucher viel Geld verlieren“, so Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender der Continentale. Mehr als die Hälfte der Befragten wünschte sich eine persönliche Beratung zum Thema Unisex durch einen Vertreter. Für die Studie wurden in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS-Infratest bundesweit repräsentativ 1.285 Personen im Alter ab 25 Jahren befragt.

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