WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Versicherungs-Check 738 PKV-Tarife geprüft und benotet

Wie die privaten Krankenversicherungen im Exklusiv-Ranking von WirtschaftsWoche Online bewertet werden.

PKV Quelle: Fotolia

Leistungskatalog, Prämienhöhe und Beitragsstabilität entscheiden darüber, ob ein PKV-Tarif sein Geld wert ist. Der Finanzanalysespezialist Softfair hat für die WirtschaftsWoche 738 Kombitarife aus den Bausteinen „Krankenhaus“, „ambulante Versorgung bei Haus- und Fachärzten“ sowie „Zahnschutz“ analysiert. Alle Tarife werden für vier verschiedene Muster-Versicherte getestet: 30- und 50-jährige Männer sowie eine 30- und 50-jährige Frau. Damit nur Tarife in das Rating eingehen, die sich seriös vergleichen lassen, müssen sie direkt oder über vergleichbare Vorgängertarife mindestens zehn Jahre am Markt sein. Die Allianz beispielsweise bietet Neukunden nur Tarife, die es erst seit 2007 gibt. Sie fehlt daher im Tarifvergleich.

Leistungen

Alle von Softfair unter die Lupe genommenen Tarife müssen Mindestleistungen bieten: Ein- bis Zweibettzimmer im Krankenhaus, mindestens 50 Prozent Erstattung für Kieferorthopädie und Zahnbehandlung und -ersatz. Wie viel der einzelne Tarif in den drei Bausteinen leistet, lässt sich an den farbigen Punkten in den Tabellen ablesen. „Grün“ steht dabei für hohe Leistungen. Um das gesamte Leistungsniveau eines Tarifs detailliert zu beurteilen, erhält jeder Baustein Punkte für einzelne Kategorien. Punkte gibt es dafür, ob der Versicherer eine Leistung bezahlt und welchen Anteil der Kosten er trägt – zum Beispiel, welche Vorsorgeuntersuchungen er übernimmt. Die Punkte für die Leistungskategorien werden gewichtet und addiert, um die Gesamtpunktzahl zu errechnen. Bietet ein Versicherer zwei nahezu identische Tarifkombinationen an, geht das jeweils beste Angebot in die Wertung ein.

Beiträge

Im zweiten Schritt berechnet Softfair die Prämie, die ein Angestellter ohne Arbeitgeberanteil zahlen muss. Dabei bleiben Beiträge für Krankentagegeld- und private Pflegeversicherung außen vor. Um Tarife mit und ohne Selbstbehalt vergleichen zu können, wird der Selbstbehalt auf den Monatsbeitrag umgelegt. Muss der Versicherte bis zu einer Obergrenze einen bestimmten Anteil selbst tragen (prozentualer Selbstbehalt), fließt die halbe Maximal- summe in den Monatsbeitrag ein. Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln, werden die Gesamtpunkte für die Leistungen durch den Beitrag geteilt und in eine Note von einem Stern bis fünf Sterne übersetzt. Je mehr Sterne ein Tarif hat, desto mehr Leistung gibt es fürs Geld.

Beitragsstabilität

Leistungen sind vertraglich festgezurrt, Prämien dagegen nicht. Tarife mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis rentieren sich nur, wenn sie auch im Alter bezahlbar bleiben. Deshalb bewertet Softfair zusätzlich die Beitragsentwicklung der vergangenen zehn Jahre: Je stabiler die Beiträge sind, desto mehr Punkte gibt es.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Gesamtwertung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Beitragsstabilität bilden im Verhältnis 60 zu 40 die Gesamt-Tarifnote. Um Tarife auszusieben, die jeweils für junge als auch alte Versicherte gleichermaßen gut sind, wird der Durchschnitt aus den beiden Noten für die zwei Altersklassen 30 und 50 Jahre gebildet. Zusätzlich hat Softfair die Anbieter selbst unter die Lupe genommen. Finanziell gesunde Unternehmen mit einem guten Mix aus jungen, gesunden und älteren Versicherten mit höherem Krankheitsrisiko können Beiträge auch in Zukunft stabil halten. Die Unternehmensnoten sind jedoch nicht Teil der Tarifbewertung.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%