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Versicherungsvergleich Die beste Unfallversicherung

Versicherungsvergleich: Die beste Unfallversicherung Quelle: imago images

Die finanziellen Folgen eines Unfalls können verheerend sein. Gut, wer dann unfallversichert ist. Gemeinsam mit Morgen & Morgen kürt die WirtschaftsWoche die Policen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Gerade noch war das Glück groß: Die Ehefrau ist mit dem Wunschkind schwanger, das neue Einfamilienhaus ist frisch bezogen und im Job läuft es prima. Dann der Unfall: Beim Rennradfahren kollidiert der 35-jährige Bald-Papa bei hoher Geschwindigkeit mit einem anderen Fahrer und verletzt sich schwer. Seine Rückenverletzung zwingt ihn in den Rollstuhl. Das Drama ist groß, persönlich, aber auch finanziell. Seinem Job kann er zwar weiterhin ohne Einschränkungen nachgehen, doch aufgrund seiner Behinderung muss er das Eigenheim kostspielig umbauen lassen. Knapp 140.000 Euro wird das kosten. Zu viel für die junge Familie, die noch das Haus abzahlt. Zum Glück hat der 35-Jährige eine Unfallversicherung abgeschlossen, die die Kosten für den Umbau übernimmt.

„Die finanziellen Folgen eines nicht versicherten Unfalls und einer daraus resultierenden Invalidität können immens sein und müssen von dem Geschädigten in der Regel selbst getragen werden“, warnt Philipp Ehses, Versicherungsexperte beim Analysehaus Morgen & Morgen. „Im schlimmsten Fall kann das den finanziellen Ruin bedeuten.“ Aus diesem Grund sei jedem zu einer privaten Unfallversicherung zu raten. Doch in Deutschland gab es Ende 2020 nur 25,5 Millionen entsprechende Policen, wie aus der Statistik des Versicherungsverbandes GDV hervorgeht.

Eine Unfallversicherung sei aber grundsätzlich für jeden sinnvoll, denn rund drei Viertel aller Unfälle würden in der Freizeit oder in den eigenen vier Wänden geschehen, betont auch Arne Bröker, Vertriebsdirektor Schaden und Unfall der HanseMerkur. „Das kann jedem passieren und bei diesen Unfällen besteht kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung“, ergänzt er. „Umso wichtiger ist deshalb eine private Unfallversicherung zum finanziellen Schutz der Existenz.“ In schlimmen Fällen führt der Unfall nämlich dazu, dass sich der Beruf nicht mehr ausüben lässt. Dann helfen eine Unfallversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). „Die BU zahlt, wenn man seiner beruflichen Tätigkeit aufgrund von Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr nachgehen kann“, erklärt Bröker. „Die Unfallversicherung geht darüber hinaus und zahlt bei Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, unabhängig von der weiteren Berufsausübung.“ Die Unfallrente und eine Invaliditätsleistung können verwendet werden, um für Kosten aufzukommen, die nach dem Unfall notwendig werden – auch für den Umbau des Eigenheims.

Verbraucherschützer sind eher kritisch

Fakt ist: Jedes Jahr gibt es etwa neun Millionen Unfälle in Deutschland. Aber: „In mehr als 90 Prozent aller Fälle werden Menschen durch eine Krankheit berufsunfähig, nicht nach einem Unfall“, gibt der Verbraucherschützer Bundesverband zu bedenken. „Und bei Folgen einer Krankheit hilft die Unfallversicherung nicht.“ Auch für andere Risiken gebe es bessere Versicherungen als eine Unfallversicherung – zum Beispiel eine Krankentagegeldversicherung. Doch auch die Verbraucherschützer sagen: „Die Unfallversicherung kann ein wichtiger Versicherungsschutz für Personen mit hohem Unfallrisiko sein – dann kostet sie aber oft auch mehr.“

Bei der Auswahl einer Police sind die unterschiedlichen Tarifmerkmale zu beachten. „Ein besonderes Augenmerk sollte auf verschiedene Parameter, wie eine angemessene Versicherungssumme, eine Progression sowie eine Übergangsleistung gelegt werden, damit im Fall der Fälle dem Betroffenem auch die benötigten finanzielle Mittel zur Verfügung stehen“, sagt Ehses. Die Versicherungssumme darf nicht zu gering sein, da sich hieran die Zahlung von Invaliditätsleistungen bemisst. Die Progression fungiert wie ein Multiplikator. Sie bestimmt, wie viel Prozent der vereinbarten Versicherungssumme ab einem bestimmten Invaliditätsgrad ausgezahlt werden. Die Übergangsleistung dient dazu, den Verdienstausfall sowie anfallende Kosten nach einem Unfall abzusichern, solange eine verbleibende Invalidität noch nicht festgestellt worden ist. Ehses empfiehlt Verbrauchern, sich fachmännisch beraten zu lassen. Denn nur der Experte könne einen bedarfsgerechten und auf die individuellen Lebensumstände zugeschnittenen Versicherungstarif berechnen, der den benötigten finanziellen Versicherungsschutz bietet.

Doch wie viel muss sie kosten? Wie sollte der Vertrag aussehen? Und welcher Versicherer bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Antworten auf diese Fragen bietet ein exklusives Ranking des Analysehauses Morgen & Morgen (M&M) für die WirtschaftsWoche. Analysiert wurden die Tarife für zwei Musterfälle: eine 30-jährige Einzelhandelskauffrau und einen gleichaltrigen Hausmann. Beide wählen eine Ausgangssumme von 150.000 Euro sowie eine Übergangsleistung von 5000 Euro. Die Einzelhandelskauffrau entscheidet sich für eine Invalidität mit Progression von mindestens 500 Prozent, der Hausmann für 225 Prozent. Beide haben die Wahl zwischen acht Tarifen, die mit der Note „Sehr gut“ ausgezeichnet wurde.



Drei wichtige Parameter für die beste Police

Den besten Tarif für die Einzelhandelskauffrau bietet die HanseMerkur an. Die Jahresprämie liegt bei 225,65 Euro. Günstigster sind nur die viertplatzierte Stuttgarter mit 170,50 Euro und die achtplatzierte Waldenburger mit einer Prämie von 221,34. Auch für den Hausmann bietet die HanseMerkur den Tarif mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Die Jahresprämie liegt bei 162,49 Euro. Auf dem zweiten Platz liegt die Basler, die mit 366,82 Euro allerdings deutlich teurer ist, gefolgt und von der InterRisk, die mit einer Prämie von 117,73 Euro die günstigste ist.



„Empfehlenswert ist eine hohe Invaliditätsgrundsumme mit geringer Progression um den Geldbeutel zu schonen“, ergänzen die Experten der Basler Versicherung. „Die meisten Unfälle mit Dauerschäden sind nämlich in den unteren Invaliditätsgraden, wo die Progression meistens nicht greift.“ Bei den weiteren Leistungen sei zu überlegen: Benötige ich sie wirklich oder sind sie bereits über einen anderen Vertrag abgesichert, beispielsweise Unfallkrankenhaustagegeld versus Tagegeld in der privaten Krankenversicherung oder über einen Zusatzvertrag.

Natürlich kennen auch die Versicherer die oft geäußerte Kritik an der Unfallversicherung. Zu teuer oder schlicht unnötig, heißt es oft. Für diese Police gilt, was für viele Versicherungen gilt: Auf den ersten Blick mag es vielleicht nach viel Geld für keine Gegenleistung aussehen. „Wer aber einmal selbst oder im näheren Umfeld einen Unfall hatte und eine Leistung erhalten hat oder auch nur die Unterstützungsleistungen wie beispielsweise Reha-Management oder Hilfeleistungen in Anspruch genommen hat, weiß eine Unfallversicherung zu schätzen“, sind die Experten der Basler überzeugt.

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„Das Problem ist, dass viele Menschen den Bedarf nicht einsehen wollen, weil sie die Augen vor dem Ernstfall verschließen“, ergänzt HanseMerkur-Experte Bröker. „Natürlich endet nicht jeder Unfall wirklich schlimm – zum Glück! Aber wenn es doch dazu kommt, ist der Kunde froh, wenn er über eine leistungsstarke Unfallversicherung verfügt.“ So wie der 35-jährige Familienvater, der nach seinem Rennradunfall sein Eigenheim sehr teuer umbauen musste.

Mehr zum Thema: Vielen Menschen schätzen das Risiko der eigenen Berufsunfähigkeit als gering ein. Dabei ist es eines der größten Risiken überhaupt und sollte deshalb abgesichert sein. Ein exklusives Ranking kürt die besten Tarife.

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