WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Vorsorge Die günstigsten privaten Krankenversicherungen im Tarifcheck

Seite 5/5

Top-Tarife, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und stabile Beiträge sind vor allem Ergebnis vorausschauenden Wirtschaftens. Der Deutsche Ring etwa konnte laut Branchendienst map-report zwischen 1997 und 2008 durchschnittlich 53 Prozent der eingenommenen Beiträge als Rückstellungen für spätere Beitragsrückerstattungen bunkern. Der Branchenschnitt liegt bei 33 Prozent. Diese Rückstellungen nutzen private Krankenversicherungen zusätzlich zu den Altersrückstellungen als Reserve, um künftige Prämienzuwächse zu mindern.

Schafft es der Versicherer über bestehende Tarife genügend Reserven für steigende medizinische Kosten aufzubauen, ist er nicht gezwungen, sich über billige Einsteigertarife frisches Kapital zu besorgen. Die Kehrseite dieser Lockangebote für Einsteiger ist, dass die Versicherung in der Folge häufig Alttarife für Bestandskunden dichtmacht. Ohne neue junge Versicherte drohen in den Alttarifen dann massive Beitragserhöhungen.

Vorausschauend und Sparsam

Roland Weber, Debeka-Vorstand, hält Billigtarife als Lockmittel für Neukunden für schädlich: „Krankenversicherungen mit einer Prämie von teilweise deutlich unter 100 Euro monatlich enthalten so viele Leistungsausschlüsse und Selbstbehalte, dass sie nur jungen und kerngesunden Versicherten nutzen.“ Die Qualität einer privaten Krankenversicherung zeige sich darin, dass sie umfassende Leistungen auch für Ältere bezahlbar mache.

Ein wichtiger Posten ist auch die Bürokratie der Krankenversicherungen. Je weniger die Verwaltung eines PKV-Anbieters von der Prämie seiner Kunden auffrisst, desto größer ist der finanzielle Spielraum des Unternehmens – gerade bei den künftigen Beiträgen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bei der Huk-Coburg etwa kosteten Sachbearbeiter und deren Vorgesetzte über zehn Jahre durchschnittlich nur 1,3 Prozent der Beiträge – weniger als die Hälfte der durchschnittlich 3,0 Prozent, die private Krankenversicherungen für Verwaltung ausgaben.

    Die gesetzlichen Kassen, gerade vom Bundesrechnungshof wegen überhöhter Vergütungen von Vorstandschefs an den Pranger gestellt, sind mit einer Verwaltungsquote von zuletzt gut fünf Prozent der Einnahmen allerdings noch deutlich teurer.  

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%