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Vorsorge Projekt Sicherheit

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Tabelle: Berufsunfähigkeitsversicherung

Versicherte erhalten über eine Haftpflichtpolice Schutz für wenig Geld. Im Test boten die Direktversicherer Huk24, Asstel und CosmosDirekt die besten Policen für unseren Musterfall. Einen Basis-Schutz, der wenigstens drei Millionen Euro pro Fall abdeckt, bekommen Versicherte bei ihnen schon für 50 Euro im Jahr. Bei den teuersten Anbietern, Nürnberger und Allianz, müssten sie dafür rund 130 Euro bezahlen. Eine Selbstbeteiligung gibt es bei diesen Policen nicht. Im Einzelfall kann die sinnvoll sein, um den Beitrag weiter zu drücken.

Zweite Priorität: Berufsunfähigkeitsversicherung

Tabelle: Unfallversicherung

Wer mehr Schutz will, bekommt eine Top-Police bei den drei besten Anbietern für etwa 80 Euro. Dann springt der Versicherer auch ein, wenn der Versicherte selbst Opfer eines Schadens wird, der Verursacher dafür aber nicht aufkommen kann – etwa, weil er selbst keine Haftpflichtpolice hat. „Es ist sinnvoll, diese Forderungsausfallschäden abzudecken, da etwa ein Viertel der Deutschen keine Haftpflichtversicherung hat“, sagt Versicherungsmakler Stefan Koziol aus Jena.

Schäden an geliehenen Gegenständen übernehmen die Haftpflichtversicherer selbst bei den Top-Tarifen meist nicht. Als eine Testkundin sich danach erkundigte, rief ein Telefonberater der Versicherungskammer Bayern sie lachend zum Betrug auf: „Ich sag immer, das ist eine Sache, wie man das Schadensformular ausfüllt.“

Nach der Haftpflicht ist die Berufsunfähigkeitsversicherung am zweitwichtigsten. Wer nach 1961 geboren wurde, bekommt bei Berufsunfähigkeit nur in besonders schweren Fällen Geld vom Staat. Wer älter ist, darf im Fall der Fälle zwar eher auf eine staatliche Rente hoffen – meist aber auch nur auf ein paar Hundert Euro pro Monat. Umso wichtiger ist es, privat vorzusorgen, zumal der erzwungene Job-Ausstieg keine Seltenheit ist: Nach Zahlen des Bundes der Versicherten muss jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte seinen Beruf wegen Krankheit oder Verletzungen vorzeitig aufgeben.

Rentenhöhe am Bedarf orientiert

Die Berufsunfähigkeits- versicherung springt dann ein und zahlt dem Versicherten eine Rente. Die Rentenhöhe sollte sich am Bedarf orientieren. Vorsicht: Neben den laufenden Ausgaben für den Alltag sollten Interessenten auch ihre Altersvorsorge-Beiträge berücksichtigen. „Weniger als 1000 Euro Rente pro Monat sollte keiner versichern“, sagt Berater Falken.

Beim Abschluss müssen Versicherte einen Fragenkatalog zu Gesundheit und Vorerkrankungen beantworten. Auf keinen Fall sollten sie etwas verschweigen. Selbst scheinbar unbedeutende Krankheiten müssen angegeben werden. „Nirgendwo sonst verweigern Versicherer so oft die Leistung, weil Antragsfragen falsch beantwortet worden sind“, sagt Makler Koziol. Innerhalb von zehn Jahren kann der Anbieter vom Vertrag zurücktreten – wenn bewusst falsch geantwortet wurde.

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