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Finanzinstitute Deutsche-Bank-Chef hält Bankenfusionen für dringlicher denn je

Christian Sewing plädiert für eine Konsolidierung des zersplitterten europäischen Bankensektors. Für sein Haus schließt er größere Fusionen aus.

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank will 2021 den Konzernumbau abschließen. Quelle: Bloomberg

Die aktuelle Wirtschaftskrise macht Bankenfusionen nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dringlicher denn je. „Wenn wir als Banken zeigen wollen, dass wir in der Mitte dieser Gesellschaft stehen, dann ist jetzt die beste Zeit dafür“, sagte Sewing am Montag bei einer Branchenveranstaltung in Frankfurt. „Als Sektor insgesamt müssen wir mittelfristig in Europa unser größtes Strukturproblem angehen: die Zersplitterung.“ Mehr als 5000 Finanzinstitute in Europa seien viel zu viele.

Für die Deutsche Bank selbst kämen aber größere Fusionen erst einmal nicht in Frage. Das Institut müsse im kommenden Jahr seine eigenen Hausaufgaben machen und den Konzernumbau, dem weltweit 18.000 Jobs zum Opfer fallen, abschließen.

Außerdem fehlten in Europa die Rahmenbedingungen für eine groß angelegte Konsolidierung. „Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse werden erst dann wirklich attraktiv, wenn wir die Bankenunion vollendet haben“, sagte Sewing. Hier gehe es seit Jahren nicht weiter. „Ich würde mir wünschen, dass die schiere Dimension der aktuellen Herausforderungen der Politik hilft, diese Blockade endlich zu brechen.“

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