Finanzinvestor Cerberus trennt sich von weiteren Deutsche-Bank-Aktien

Die Titel des Geldhauses fallen im Frankfurter Späthandel um etwa ein Prozent. Quelle: dpa

Der US-Investor vollzieht den zweiten Schritt zum verlustreichen Rückzug. 15 Millionen Papiere des größten deutschen Geldhauses stehen zum Verkauf – das entspricht einem Wert von gut 216 Millionen Euro.

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Der US-Finanzinvestor Cerberus trennt sich von einem weiteren Paket von Deutsche-Bank-Aktien. Cerberus biete 15 Millionen Papiere des größten deutschen Geldhauses institutionellen Investoren zum Kauf an, teilte die mit der Transaktion betraute Investmentbank am Dienstagabend mit.

Das Paket, das etwa einem Prozent des Grundkapitals entspricht, ist zum Xetra-Schlusskurs vom Dienstag rund 216 Millionen Euro wert. Die Platzierung macht dem Kurs allerdings zu schaffen. Die Titel des Geldhauses fallen im Frankfurter Späthandel um etwa ein Prozent.

Der US-Investor vollzieht damit innerhalb von vier Wochen den zweiten Schritt zum verlustreichen Rückzug bei der Deutschen Bank. Cerberus hatte seine Beteiligung erst im Januar mit einer vergleichbaren Platzierung von drei auf zwei Prozent reduziert und parallel dazu einen Teil seiner Commerzbank-Aktien verkauft – vier Jahre nach dem aufsehenerregenden Einstieg.

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Nun trennt sich Cerberus von der Hälfte seines restlichen Anteils. Insider hatten bereits im Januar einen Komplett-Rückzug in absehbarer Zeit in Aussicht gestellt.

Mehr zum Thema: Der US-Finanzinvestor Cerberus wollte Deutsche Bank und Commerzbank zu neuer Blüte führen. Nun zieht er sich mit hohen Verlusten zurück. Was ist da schiefgelaufen? Die Rekonstruktion einer Blamage.

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