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Finanzkrise Argentinien will Auslandsschulden neu strukturieren

Mit 175 Milliarden Dollar steht der Staat im Ausland in der Kreide. Die Zahlungen sollen nun an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt werden.

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Der Plan der Regierung sieht auch höhere Steuern vor. Quelle: dpa

Inmitten einer erneuten tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise strebt Argentinien eine Umschuldung bei seinen internationalen Gläubigern an. Das sieht eine Gesetzesvorlage vor, die die Regierung des Präsidenten Alberto Fernández am Dienstag im Parlament einreichte. Die Zahlungsverpflichtungen sollen neu ausgehandelt werden und sich an der wirtschaftliche Entwicklung orientieren, erklärte Wirtschaftsminister Martín Guzmán.

Argentinien ist mit 175 Milliarden Dollar bei ausländischen Gläubigern verschuldet, von denen 71 auf den Internationalen Währungsfonds (IWF) und andere multilaterale Finanzinstitute entfallen, der Rest entfällt auf private Geldgeber.

Der Plan der Regierung sieht auch höhere Steuern auf Agrarexporte und Devisenankäufe sowie für sechs Monate eingefrorene Preise für Strom, Gas und Wasser vor. Fernández hat das Amt vor einer Woche vom konservativen Staatschef Mauricio Macri übernommen.

Seine Mitte-Links-Regierung macht Macri für die kritische Lage verantwortlich, weil er das Land hoch verschuldet habe, ohne auf produktive Investitionen zu setzen. Der IWF erwartet, dass die Wirtschaft Argentiniens in diesem Jahr um 3,1 Prozent schrumpft, bei einer Inflation von 54 Prozent.

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