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Finanzmarkt Bundesbank will Cyber-Attacken koordiniert vorbeugen

Cyber-Sicherheit ist den Notenbanken besonders wichtig. Bundesbank-Vorstand Beermann fordert Finanzmarkt-Akteure dazu auf, enger zusammenzuarbeiten.

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Deutsche Geldinstitute sind bei Cyber-Attacken laut Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann bislang glimpflich davongekommen. Quelle: dpa

Frankfurt Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann hat sich für ein abgestimmtes Vorgehen aller Finanzmarkt-Teilnehmer zum Schutz vor Cyber-Kriminalität ausgesprochen. Dies sei national wie international erforderlich, sagte er am Dienstag in Berlin.

Seitdem Hacker vor zwei Jahren bei einer Attacke auf die Zentralbank von Bangladesch 81 Millionen Dollar erbeuteten, steht das Thema Cyber-Sicherheit ganz oben auf der Agenda von Finanzaufsehern und Notenbanken. Der Betreiber des Kommunikationsnetzwerks Swift - eine wichtige Schaltstelle im internationalen Zahlungsverkehr - stellt in Reaktion auf den Vorfall inzwischen schärfere Anforderungen für die Teilnahme an seinem Netz.

Geldhäuser sollten ein ureigenes Interesse an einer effizienten Informationstechnologie haben, so Beermann. Deutsche Institute seien bislang glimpflich davongekommen. „Generell sind Banken für Cyber-Attacken gerüstet. Uns ist kein Vorfall bekannt, bei dem ein deutsches Institut ernsthaft Schaden genommen hätte.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat zuletzt davor gewarnt, Cyber-Angriffe würden flexibler und auch professioneller. Zudem veränderten sich die Angriffsmethoden. Seehofer will im nächsten Jahr ein IT-Sicherheitsgesetz 2.0 in das Parlament einbringen.. Damit sollen die Voraussetzungen für ein einheitliches IT-Sicherheitskennzeichen geschaffen werden.

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