Finanzminister zu Monte Paschi Staatliche Geldspritze für Krisenbank noch offen

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena ächzt unter faulen Krediten. Beim jüngsten EU-Stresstest schnitt sie am schlechtesten ab. Eine Geldspritze des italienischen Finanzministeriums bleibt unsicher.

Das 1472 gegründete Geldhaus schnitt beim jüngsten Stresstest der EU-Bankenaufseher so schwach ab wie kein anderes Institut in Europa. Quelle: dpa

CernobbiaDie italienische Regierung hat noch nicht über eine Geldspritze für das kriselnde Bankhaus Monte dei Paschi di Siena entschieden. „Das Finanzministerium wird abwägen, ob es sich an einer Kapitalerhöhung der Bank beteiligt, wenn Details vorliegen“, sagte Ressortchef Pier Carlo Padoan am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Finanzministerium ist größter Anteilseigner der Bank. Das 1472 gegründete Geldhaus schnitt beim jüngsten Stresstest der EU-Bankenaufseher so schwach ab wie kein anderes Institut in Europa.

Insidern zufolge könnte es nun versuchen, durch die Umwandlung von Anleihen in Aktien die Höhe einer geplanten Kapitalerhöhung zu drücken. Diese würde damit für Investoren attraktiver. Statt wie bislang fünf Milliarden Euro würden dann nur noch etwa drei Milliarden Euro angepeilt werden müssen. Monte Paschi ächzt unter faulen Krediten.

Mit Unicredit will Medienberichten zufolge eine weitere Bank ihre Kapitalbasis stärken. Eine Fusion des konzerneigenen Vermögensverwalters Pioneer mit dem Konkurrenten Eurizon von Intesa San Paolo werde allerdings nicht erwogen. „Das ist kein Thema“, sagte Intesa-Chef Gian Maria Gros-Pietro.

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