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Finanzpolitik Papst Franziskus erlässt neue Regeln für Vatikanbank

Gegen das Kreditinstitut wurden in der Vergangenheit immer wieder Korruptions- und Geldwäschevorwürfe laut. Das Kirchenoberhaupt will nun gegensteuern.

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Das Oberhaupt der Katholischen Kirche ist als Regierungschef des Vatikan auch für die Belange der Vatikanbank zuständig. Quelle: dpa

Vatikanstadt Papst Franziskus hat neue Regeln für die Vatikanbank erlassen. Künftig soll zum Beispiel ein externer Wirtschaftsprüfer eingesetzt werden, wie aus der neuen Satzung hervorgeht, die der Vatikan am Samstag veröffentlichte. Der Wirtschaftsprüfer kann von dem Geldinstitut jede Information einfordern, die für seine Überprüfungstätigkeit von Nutzen sein kann. Er soll prüfen, ob die Bilanzen der Bank den internationalen Standards entsprechen, hieß es auf der vatikanischen Plattform Vatican News. Die Führung der Bank muss dem Aufsichtsrat zudem monatlich einen Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung des Geldhauses vorlegen.

Gegen die Vatikanbank IOR (Institut für die religiösen Werke) gab es in der Vergangenheit immer wieder Korruptions- und Geldwäschevorwürfe. Zu den Kunden der Bank gehören unter anderem katholische Institutionen, Vatikanangestellte und Botschafter beim Heiligen Stuhl. Seit 2013 veröffentlicht das Geldhaus einmal jährlich eine Bilanz. Papst Franziskus hatte nach seinem Amtsantritt 2013 mehrfach ein härteres Vorgehen gegen Geldwäsche angekündigt. Die letzte Satzung der Bank ist aus dem Jahr 1990.

Mehr: Seit März 2019 ist der Vatikan Teil des europäischen Zahlungsraums Sepa. Ein Meilenstein auch für die Finanzaufsicht im Kampf gegen Geldwäsche.

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