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Firmenkunden Holtzbrinck investiert 8 Millionen in Berliner Digital-Bank

Nachdem dem Erfolg der Smartphone-Bank N26, ist es leichter für andere digitale Banken geworden, Investoren zu finden.

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Nachdem dem Erfolg der Smartphone-Bank N26, ist es leichter für andere digitale Banken geworden, Investoren zu finden. Quelle: dpa

Berlin Das Berliner Unternehmen Penta, das auf Konten für kleine Firmen spezialisiert ist, hat nun in einer Finanzierungsrunde unter Führung von HV Holtzbrinck Ventures über acht Millionen Euro eingesammelt. Das erklärte CEO Marko Wenthin exklusiv in einem Interview mit Bloomberg.

„Das ist unsere bislang größte Finanzierungsrunde“, sagte er. Gleichzeitig kündigte er an, dass das bislang nur in Deutschland aktive Unternehmen im vierten Quartal auch in Italien starten wolle. Die Anzahl der Kunden soll von derzeit über 8000 bis zum Ende des Jahres auf 20.000 steigen.

Der Markt für Geschäftskunden ist stark umworben. Zu den Penta-Konkurrenten zählt der ebenfalls in Berlin ansässige Anbieter Kontist, der sich auf Selbstständige konzentriert. Er konnte unlängst den Software-Anbieter Haufe-Lexware als Investor gewinnen. N26 brachte im Juli ein neues Angebot für Geschäftskunden heraus. Fast zeitgleich ging die Deutsche Bank mit Fyrst an den Start, einer Digitalbank für kleine Firmen mit weniger als 10 Mitarbeitern.

Hinter Penta steht der Berliner Fintech-Entwickler Finleap, der die Firma Anfang des Jahres übernommen hatte und sich auch an der aktuellen Finanzierungsrunde beteiligte. Finleap wiederum zählt namhafte Geldgeber wie den chinesischen Versicherer Ping An Insurance Group Co. und Hannover Rück SE zu seinen Finanzierern.

„Wir glauben an die Konsolidierung in der deutschen Fintech-Branche. Und wir wollen eine aktive Rolle dabei spielen, indem wir auch anorganisch wachsen“, sagte Finleap-CEO Ramin Niroumand im Interview mit Bloomberg. Eine andere Beteiligung von Finleap, Elinvar, hatte vor kurzem das weltweit tätige Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs als weiteren Investor gewinnen können.

Penta bietet sowohl kostenlose Geschäftskonten wie auch bezahlpflichtige an, die sich nach eigenen Angaben schneller als bei herkömmlichen Banken eröffnen lassen. „Rund die Hälfte unserer Kunden haben sich für ein Bezahlmodell entschieden“, sagte Wenthin.

Bis Penta allerdings die Größe seines Konkurrenten erreicht, wird es noch dauern: Die Smartphone-Bank N26, hinter der unter anderem die Milliardäre Peter Thiel und Li Ka-shing stehen, war in diesem Sommer beim Einsammeln weiterer Investorengelder mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet worden.

Mehr: Im ersten Halbjahr sind die Fintech-Investments und Übernahmen weltweit gesunken. Anders sah es in Europa und vor allem in Deutschland aus.

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