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Francois Villeroy de Galhau EZB-Ratsmitglied will Bankenfusionen über Grenzen hinweg erleichtern

Frankreichs Notenbankchef möchte die Bankenunion möglichst bald vollenden. Dafür will er auch grenzüberschreitende Fusionen vereinfachen.

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Der französische Notenbankchef glaubt, dass Bankenfusionen die Stabilität des Finanzsystems erhöhen können. Quelle: Reuters

Paris Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau plädiert dafür, regulatorische Hürden für grenzüberschreitende Bankenzusammenschlüsse abzubauen. „2018 sollten wir unsere Anstrengungen verstärken, den Umbau des europäischen Finanzsektors zu begünstigen“, sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten in Paris. Es sei entscheidend, die europäische Bankenunion zu vollenden. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die größten Geldhäuser des Euro-Raums zuständig. Dies wird als erste Säule der Bankenunion bezeichnet. Die zweite ist der einheitliche Mechanismus zur Abwicklung maroder Banken.

Die Regeln sollen dafür sorgen, dass die Steuerzahler seltener zur Kasse gebeten werden, wenn ein großes Institut ins Straucheln gerät. Stattdessen müssen Aktionäre, Gläubiger und vermögende Sparer stärker bluten. Die dritte Säule ist die besonders in Deutschland umstrittene gemeinsame Sicherung von Bankeinlagen: Kritiker fürchten, dass heimische Institute in Haftung genommen werden, wenn Banken in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten.

Villeroy hatte bei früherer Gelegenheit gesagt, die einheitliche Bankenaufsicht sei gestärkt und die Abwicklung von maroden Instituten erleichtert worden. Daher müsse nicht mehr befürchtet werden, dass Banken zu groß werden, um sie untergehen zu lassen. Gut durchdachte länderübergreifende Fusionen würden die Finanzstabilität sogar verbessern, sagte Villeroy damals.

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