Französische Grossbank BNP Paribas sperrt wohl Zugang zu IT-System für Mitarbeiter in Russland

Die französische Großbank will sich vor einem möglichen Cyberangriff schützen. Seit vergangener Woche hat der Standort Moskau keinen Zugang mehr zu den Systemen.

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Auch an anderen BNP-Standorten seien Mitarbeiter in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Quelle: dpa

Aus Angst vor Hackerangriffen hat die französische Großbank BNP Paribas einem Insider zufolge Mitarbeiter in Russland von ihrem internen IT-System abgeklemmt. Die Belegschaft in Moskau habe seit der vergangenen Woche keinen Zugang mehr zu den Systemen und es sei unklar, wann sie wieder darauf zugreifen könne, sagte die Person, die mit dem Vorgang vertraut ist, der Nachrichtenagentur Reuters.

„In der aktuellen geopolitischen Lage werden sich Cyberangriffe wahrscheinlich häufen“, hieß es in Nachrichten der Bank an Top-Manager, die Reuters lesen konnte. Wegen des Angriffs Russlands auf die Ukraine haben Behörden und Technologiekonzerne wiederholt vor russischen Hackerangriffen gewarnt.

Auch an anderen BNP-Standorten seien Mitarbeiter in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, wie aus einem internen Memo hervorgeht, in das Reuters Einblick hatte. BNP Paribas hat weniger als 500 Angestellte in Russland, weltweit beschäftigt die Bank mehr als 190.000 Menschen. Schon seit mehreren Jahren fährt der Konzern sein Engagement in Russland zurück. Ein BNP-Sprecher teilte mit, die Bank sei eine der am wenigsten aktiven internationalen Banken in Russland und halte sich strikt an die gegen das Land verhängten Sanktionen.

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