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Funkmasten Vantage Towers gewinnt neue Kunden vor Börsengang

Die Funkturm-Sparte von Vodafone rechnet mit großem Wachstum. Dafür will das Unternehmen bis zu einer Milliarden Euro für Investitionen nutzen.

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Der Börsengang von Vantage Towers dürfte demnächst bevortstehen. Quelle: dpa

Die vor dem Börsengang stehende Funkturm-Sparte von Vodafone baut ihr Portfolio aus. Es seien 1400 neue Mietverträge geschlossen worden, teilte Vantage Towers am Montag über die ersten neun Geschäftsmonate (per Ende Dezember) mit.

Zum viel beachteten Gang aufs Frankfurter Parkett wollte sich Firmenchef Vivek Badrinath gegenüber Journalisten nicht äußern, sagte aber: „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir bei all unseren Plänen auf dem richtigen Weg sind.“ Insidern zufolge dürfte die Neuemission bereits im März anstehen. Demnach könnte Vodafone rund drei Milliarden Euro erlösen.

Die Zahl der von Vantage betriebenen Standorte liegt inzwischen bei 82.000 in zehn europäischen Märkten. Erst im Januar kam das gemeinsam mit Telefonica betriebene britische Funkmasten-Geschäft Cornerstone dazu. Mindestens 100 weitere Standorte sollen das Portfolio noch im laufenden, Ende März zu Ende gehenden Geschäftsjahr stärken.

„Wir rechnen mit großem Wachstum“, gab sich Badrinath zuversichtlich. Wegen der beschleunigten Digitalisierung sowie dem teuren 5G-Netzaufbau haben Funkmasten Konjunktur. Wenn sie unabhängig von den Mobilfunkbetreibern betrieben werden, können die Masten am Boden und auf Dächern an mehrere Telekomkonzerne gleichzeitig vermietet werden, was über Jahre hinweg höhere und regelmäßige Einnahmen verspricht. Zudem gelten die Wartungskosten als relativ niedrig. Deswegen will Vantage Towers nun auch bis zu eine Milliarde Euro in die Hand nehmen, um das Geschäft mittels Investitionen auszubauen.

Im Vergleich sind das allerdings Peanuts: Cellnex gab jüngst zehn Milliarden Euro für fast 25.000 Masten in ganz Europa von CK Hutchison aus und die Telefonica-Tochter Telxius veräußerte ihre Mobilfunkstandorte komplett an American Tower für 7,7 Milliarden Euro.

In den neun Geschäftsmonaten zu Ende Dezember erlöste Vantage 723 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) lag bei 620 Millionen Euro. Vergleiche mit dem Vorjahreszeitraum sind schwer möglich, da Vantage Towers erst als eigenständige Tochter aufgebaut wurde.

Im kommenden Geschäftsjahr will das Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Düsseldorf befindet und das etwa 420 Mitarbeiter beschäftigt, ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda AL) zwischen 520 und 530 Millionen Euro erzielen. Dies ist etwas weniger als bisher angekündigt, was Vantage mit der Neubewertung von Mietverträgen erklärte.

Mehr: Lesen Sie hier, welche Risiken es birgt, wenn sich Netzbetreiber von Funktürmen trennen.

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