Fusionspläne Telekomfirmen Orange und MásMóvil wollen Spanien-Geschäft vereinen

Zusammenschlüsse auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt werden bereits länger erwartet. Nun könnte in Spanien ein 20-Milliarden-Joint-Venture entstehen.

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Frankreichs Marktführer will das Spanien-Geschäft in ein Joint Venture einbringen. Quelle: Reuters

Frankreichs größter Telekomkonzern Orange verhandelt mit dem spanischen Konkurrenten MásMóvil über einen Zusammenschluss des Spanien-Geschäfts. Das machten beide Firmen am Dienstag öffentlich.

An dem geplanten Joint-Venture mit einem Firmenwert von fast 20 Milliarden Euro sollen Orange wie auch MásMóvil jeweils mit 50 Prozent beteiligt sein. Noch im laufenden Quartal könnte der Deal unterzeichnet werden. Letztlich soll auch ein Börsengang eine Option sein.

Eine Bereinigung des fragmentierten europäischen Telekommarktes wird seit längerem erwartet. Insbesondere wird über eine Konsolidierung des spanischen Telekommarktes spekuliert. Spanien ist für Orange nach Frankreich der zweitgrößte Markt.

Ein Preiskampf drückt seit Jahren Umsätze und Gewinne, trotzdem müssen die Firmen massiv in den Aufbau des 5G-Netzes investieren und sitzen zugleich auf hohen Schuldenbergen. Neben MásMóvil konkurriert Orange mit Telefónica und Vodafone.

Der scheidende Firmenchef Stephane Richard rechnet früheren Angaben zufolge nur im Falle eines Zusammenschlusses mit Marktführer Telefónica mit Wettbewerbsbedenken. Zusammen mit MásMóvil käme Orange in Spanien auf einen Jahresumsatz von mehr als 7,5 Milliarden Euro und macht Synergien von jährlich rund 450 Millionen Euro nach drei Jahren aus.

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