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Entwickler-Report 2017 Das sind Deutschlands Entwickler-Hochburgen

Apps, Webseiten, Software: Unternehmen brauchen dringend Entwickler für ihre digitale Präsenz. Doch manchen fällt das Rekrutieren leichter als anderen. Ein Faktor: der Standort.

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Quelle: dpa

Wo sich Unternehmen mit Industrie 4.0, IT-Sicherheit und Cloud Computing beschäftigen, steigt die Nachfrage nach qualifizierten Entwicklern. Viele Unternehmen möchten gerade zusätzliche Entwickler einstellen, das zeigen Untersuchungen zum Fachkräftemangel wie der MINT-Report.

Doch um Entwickler für sich zu begeistern, sollten Unternehmen genau wissen, was diese von einem perfekten Arbeitsplatz erwarten. Eine der wichtigsten Anforderungen deutscher Entwickler ist dabei die Work-Life-Balance, zeigt der aktuelle Entwickler-Report 2017 von Stack Overflow. Das alleine reicht aber längst nicht.

Stack Overflow ist die größte Entwickler-Community der Welt und hat analysiert, wie viele Entwickler in Deutschland arbeiten, auf welche Branchen sie sich verteilen, welche Programmiersprachen sie beherrschen und was ihnen an einem Arbeitgeber wichtig ist.

Junge Entwickler bestehen auf Work-Life-Balance und Top-Technik

Das Ergebnis: Die Anzahl der freien Tage und die erwartete Arbeitszeit nennen die meisten Befragten als wichtigste Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers. Auch die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, ist für die Hälfte der Befragten attraktiv. Faustregel: Je jünger die Befragten, desto wichtiger der Freizeit-Aspekt.

Junior-Entwickler (weniger als vier Jahre Erfahrung) reizt außerdem die Möglichkeit einer vom Unternehmen gesponserten Weiterbildung. Sie wünschen sich, dass der Arbeitgeber in ihr Knowhow investiert. Entsprechend viel Wert legen sie auch auf eine gute technische Ausstattung des Arbeitsplatzes. Nicht nur die Marke, auch die Qualität müssen stimmen. Senior-Entwickler interessiert hingegen eher ein eigenes Büro.

Bei der Verpflegung gehen die Meinungen ebenfalls auseinander: Nur fünf Prozent der älteren Entwickler sind vom Arbeitgeber gezahlte Mahlzeiten wichtig. Unter den Einsteigern wünschen sich 24 Prozent Gratis-Essen.

Die beliebtesten Arbeitgeber der Informatiker
Siemens-Schriftzug Quelle: dpa
Mercedes-Benz-Stern auf einer Felge oder Radkappe Quelle: AP
SAP-Schriftzug Quelle: dpa
Bosch-Schriftzug Quelle: dpa
Amazon.e-Schriftzug Quelle: dpa
BMW-Schriftzug auf einer Felge oder Radkappe Quelle: dpa
Porsche-Schriftzug Quelle: dpa

Unabhängig vom Essen stehen die Chancen für Unternehmen in München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, dem Raum Stuttgart-Karlsruhe und dem Rhein-Ruhr-Gebiet, an Entwickler zu kommen, besser als in Hannover oder Dresden. Denn die genannten Regionen zählen zu Deutschlands IT-Hotspots:

  • 5,7 Prozent der deutschen Entwickler sitzen in Hamburg. Das entspricht rund 47.000 Menschen – den Großraum Hamburg mitgezählt.
  • 58.000 Entwickler gibt es in der Region Stuttgart-Karlsruhe zusammen. Das entspricht einem Anteil von sieben Prozent an der Gesamtzahl der deutschen Entwickler.
  • In Frankfurt am Main arbeiten 7,5 Prozent der deutschen Entwickler. Insgesamt listet der Report hier 62.000 Entwickler auf.
  • Auf Platz 3 liegt München mit 83.000 Entwicklern (10,0 Prozent). Platz 2 der Entwickler-Hochburgen: Berlin
  • Rund 94.000 (11,4 Prozent) der Entwickler arbeiten in Berlin. Damit kommen auf 100 Beschäftigte in der Hauptstadt fünf Entwickler.
  • Platz eins der Entwickler-Hochburgen ist das Rhein-Ruhr-Gebiet mit 105.000 Entwicklern (knapp 12,8 Prozent)

Im Vergleich zu den größten Städten anderer europäischer Länder ist der Anteil an Entwicklern in Berlin mit elf Prozent übrigens relativ gering. In London ist der Anteil mit 25 Prozent mehr als doppelt so hoch. Und 36 Prozent aller französischen Entwickler arbeiten in Paris.

Unternehmen, die auch außerhalb Deutschlands tätig sind, sollten also ihre Recruiting-Maßnahmen auf die Hauptstädte konzentrieren. Oder Geduld haben. Denn die Zahl der Entwickler in Deutschland steigt. Von 709.033 im August 2016 auf jetzt 823.000 Software-Entwickler.

Davon arbeiten übrigens 65,5 Prozent als Web-Entwickler. Auf Platz zwei der häufigsten Entwicklertypen folgen System- und Database-Administratoren (zwölf und sieben Prozent). Die deutlich jüngeren Disziplinen "Machine Learning" und "Data Science" liegen mittlerweile gleichauf mit Desktop-Entwicklern.

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