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Geldhaus Bankia Spanische Bank verdient weniger

Der Risikoabbau des spanischen Geldhauses Bankia läuft gut. Trotz geschrumpften Gewinns im dritten Quartal macht die Bank beim Umbau Fortschritte. Auch der Bestand an faulen Krediten konnte reduziert werden.

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Der spanische Staat hält 67 Prozent des Geldhauses. Quelle: dpa

Madrid Das spanische Geldhaus Bankia hat im dritten Quartal weniger Gewinn gemacht, kommt aber beim Umbau voran. Der Nettogewinn fiel um zehn Prozent auf 225 Millionen Euro, wie das Geldhaus am Montag mitteilte. Insbesondere die niedrigen Zinsen machen der Bank zu schaffen, der Zinsüberschuss fiel um 6,9 Prozent. Gleichzeitig konnte die Bank den Bestand an faulen Krediten um rund 500 Millionen Euro reduzieren. Sie profitiert dabei vom Aufschwung in Spanien: Die Wirtschaft des Landes wächst so stark wie in kaum einem anderen Land der Europäischen Union. Ende September galten noch 8,8 Prozent aller Darlehen der Bankia als faul, nach 9,1 Prozent Ende Juni. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich im selben Zeitraum von 13,82 auf 14,16 Prozent.

Der spanische Staat hält 67 Prozent an der Bankia, die durch die im Sommer verkündete Fusion mit der ebenfalls staatlich kontrollierten Banco Mare Nostrum (BMN) zum viertgrößten Kreditinstitut Spaniens aufgestiegen ist. Man sei optimistisch, dass der Staat bis zum Jahresende seine Beteiligung an dem Institut weiter reduzieren werde, erklärte Bankia nun. Zwar könnte der ungewisse Ausgang des Katalonien-Konflikts einen Strich durch die Rechnung machen. Allerdings macht die Bankia selbst nur rund fünf Prozent des Geschäfts in Katalonien und ist damit deutlich weniger von der wirtschaftsstarken Region abhängig als andere spanische Geldhäuser.

Die Bankia war nach der geplatzten Immobilienpreisblase zum Symbol für Spaniens Finanzkrise geworden. Kaum ein Jahr nach dem Börsengang wurde das Institut 2012 vom Staat vor dem Aus gerettet.

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