Geldhaus Britische Bank NatWest macht zu Jahresbeginn deutlich mehr Gewinn

Das Vorsteuerergebnis des Instituts liegt über den Schätzungen von Analysten. Die Staatsbeteiligung ist erstmals seit der Finanzkrise unter 50 Prozent gefallen.

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Die Bank erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis März Erträge von 3,03 Milliarden Pfund. Quelle: Reuters

Steigende Erträge und höhere Zinsen haben die Gewinne der vom britischen Staat gestützten Bank NatWest zum Start in das Jahr kräftig angeschoben. NatWest erzielte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,2 Milliarden Pfund –ein Plus von 41 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte.

„Trotz des herausfordernden Umfelds bin ich mit unserer Leistung zufrieden, da wir unsere Strategie weiter gut umsetzen und nachhaltiges Wachstum und Renditen vorantreiben“, sagte Bankchefin Alison Rose. Das Vorsteuerergebnis lag deutlich über den Schätzungen der Analysten, die im Schnitt 755 Millionen Pfund erwartet hatten.

NatWest erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis März Erträge von 3,03 Milliarden Pfund, eine Steigerung von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Staatsbeteiligung sank auf rund 48 Prozent im ersten Quartal. Dies sei das erste Mal seit der Finanzkrise, dass der Anteil des Staates auf unter 50 Prozent gefallen sei, erklärte die Bank.

Britische Finanzinstitute profitieren derzeit davon, dass sich das Land von den Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie erholt. Zudem stützen die anziehenden Leitzinsen das Geschäft. Sorge bereitet aber die anziehende Inflation, die die Einkommen der Haushalte drückt und dazu führt, dass die Gefahr von Kreditausfällen zunimmt.

NatWest-Chef Rose merkte dazu an, sie sei sich der Herausforderungen und Sorgen sehr bewusst, die die Krise bei den Lebenshaltungskosten verursache. Seine Konjunkturprognosen aktualisierte das Geldhaus allerdings nicht – das soll später im Jahr geschehen.

Die Rivalen Barclays, Lloyds und HSBC hatten in dieser Woche allesamt vor den möglichen Folgen der anziehenden Inflation gewarnt, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion der Ukraine noch verschärft hat.

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