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Geldinstitut Deutsche Bank rechnet mit weiteren Auflagen für US-Tochter

Die Deutsche Bank könnte unter Umständen doch noch den Fed-Stresstest bestehen, vermuten Insider. Von Auflagen würde sie das jedoch nicht befreien.

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Im Vorjahr hatte die Fed erhebliche Schwächen bei der US-Tochter der Deutschen Bank gefunden. Quelle: AP

New York Führende Manager der Deutschen Bank rechnen mit Auflagen für ihre US-Investmenttochter, auch wenn sie den Stresstest der US-Notenbank Fed bestehen sollte. Die Manager gingen davon aus, dass die US-Notenbank der Investmentbank weiterhin verbieten werde, der deutschen Konzernmutter Geld ohne vorherige Genehmigung zu überweisen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Zudem erwarteten sie, dass die Fed die US-Investmenttochter dazu anhalten werde, das System zur Überprüfung von Geschäften und Risken weiter zu verbessern.

Den Insidern zufolgen hofften die Manager, dass Verbesserungen im Risiko-Management und bei der Kapitalplanung es ermögliche, die Deutsche Bank den Stresstest unter Vorbehalt besteht. Demnach sei die Zuversicht der Manager in Gesprächen mit Vertretern der Fed über Monate gewachsen. Sie räumten allerdings ein, dass die Notenbank noch nicht abschließend entschieden habe und ein viertes Durchfallen durch den Stresstest möglich sei.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte zu den Angaben: „Wir können keine dieser Informationen bestätigen, da wir die Testergebnisse nicht kennen.“ Man respektiere den Vorgang und die Entscheidung der Fed. Die US-Notenbank will die Ergebnisse am Freitag nach US-Börsenschluss bekanntgeben.

Die Fed prüft Banken seit der Finanzkrise 2008 jährlich in Stresstests. Dabei geht es darum festzustellen, ob die Geldhäuser einen wirtschaftlichen Rückschlag durchstehen können. Im vergangenen Jahr hatte die Fed teilweise „erhebliche Schwächen“ bei der US-Tochter der Deutschen Bank gefunden und „weitreichende und kritische Defizite“ bei der Kapitalplanung bemängelt.

Mehr: Die Deutsche Bank steht unter Druck – wegen zu weniger Fusionen bricht das M&A-Geschäft in Deutschland ein.

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