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Geldinstitute Verdi sagt die geplante Tarifrunde für private Banken ab

Der Ton zwischen Gewerkschaftern und Bankern wird rauer. Verdi droht mit Streik, die Arbeitgeber bleiben hart und wollen ihr Angebot vorerst nicht nachbessern.

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Verdi fordert für die Bankbeschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld. Quelle: dpa

Der Tarifkonflikt bei den privaten Banken spitzt sich zu. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte die für diesen Mittwoch (13. Oktober) geplante Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) ab. „Die Zeichen stehen jetzt auf Streik“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck am Montag. Verdi zufolge gab es bereits erste Warnstreiks.

Duscheck kritisierte, dass es von der Arbeitgeberseite keine Signale gegeben habe, ihr bisheriges Angebot nachbessern zu wollen. Das letzte Angebot bedeute angesichts steigender Inflationsraten einen Reallohnverlust für die nächsten drei Jahre. „Das ist für uns inakzeptabel“, sagte der Verdi-Verhandlungsführer. Auch wenn sich die Inflation nach Experteneinschätzung wieder beruhigen sollte, mache die vierte Tarifrunde ohne neues Signal der Arbeitgeber keinen Sinn.

Die privaten Bankenarbeitgeber reagierten mit Unverständnis auf die Absage der Tarifrunde. „In einer Tarifverhandlung geht es aber darum, dass man miteinander redet. Insofern fehlt mir für die Absage jedes Verständnis“, sagte Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Wir werden im Vorfeld eines weiteren Verhandlungstermins keine weiteren Zugeständnisse machen.“ Man sei aber bereit, über das bisherige Angebot zu reden. Die bisherigen Streiks hätten keine nennenswerten Auswirkungen. „Insofern nehmen wir die Streikdrohung zur Kenntnis, sehen das aber gelassen.“

Verdi fordert für die Beschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld und eine soziale Komponente über 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Deutschen Bankangestellten-Verband (DBV) fordert 4,8 Prozent mehr. Der DBV will nach eigenen Angaben am Mittwoch mit den Arbeitgebern Gespräche auf Arbeitsebene führen. Ein eigenständiger Abschluss werde aber nicht angestrebt. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 3,2 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 36 Monaten angeboten.

Ein weiter Knackpunkt der diesjährigen Tarifrunde für 140.000 Beschäftigte: flexiblere Arbeitsbedingungen. Verdi und DBV fordern nach positiven Erfahrungen mit mobilem Arbeiten während der Pandemie verbindliche tarifliche Regelungen.

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