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Geldpolitik Bereits vor der Coronakrise hat die Kreditvergabe an Schwung verloren

Schon vor der Krise haben Banken nur drei Prozent mehr Darlehen an Unternehmen vergeben als im Vorjahr. Das hat die EZB am Donnerstag mitgeteilt.

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Schon vor der Viruskrise hatte die Kreditvergabe an Unternehmen an Schwung verloren, meldete die EZB. Quelle: dpa

Die Kreditvergabe an Unternehmen im Euro-Raum hat bereits vor der Virus-Krise etwas an Schwung eingebüßt. Die Banken reichten nur 3,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als ein Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Im Januar hatte es Zuwächse von rund vier Prozent gegeben. An die Privathaushalte vergaben die Institute im Februar 3,8 Prozent mehr Kredite als vor Jahresfrist. Im Februar war aber noch nicht klar gewesen, wie schwer Europa von der Corona-Krise erfasst werden würde.

Inzwischen hat die EZB massive Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft auf den Weg gebracht. In der vergangenen Woche beschloss sie ein umfangreiches zusätzliches Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren, um den Kreditfluss im Euro-Raum zu stützen.

Es ist auf einen Umfang von 750 Milliarden Euro angelegt und soll bis Ende dieses Jahres laufen. Zusammen mit den bisherigen Kaufprogrammen peilen die Währungshüter damit für dieses Jahr Wertpapierkäufe im Volumen von 1,1 Billionen Euro an.

Die Geldmenge M3, die von den Währungshütern genau verfolgt wird, nahm im Februar um 5,5 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet.

Zu der Messgröße gehören Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Ökonomen zufolge ist M3 auf mittlere bis lange Sicht eng verknüpft mit der Entwicklung der Inflation.

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