Geldpolitik Blackrock erwartet höhere Inflation

Im Gegensatz zum Euroraum gibt es in den USA erste Anzeichen für eine anziehende Inflation. Wie große Vermögensverwalter auf diese Situation reagieren.

In den USA steigen langsam die Preise. Quelle: dpa

DüsseldorfBlackrock, der größte Vermögensverwalter der Welt, erwartet eine höhere Inflation in den USA und empfiehlt Anlegern, in Gold und in inflationsgeschützte Produkte zu investieren. „Die Ölpreise werden sich stabilisieren und ein strafferer Arbeitsmarkt werden zu einer höheren Inflation in den USA führen“, sagt Richard Turnill, Chefanlagestratege von Blackrock.

Derzeit sehen die Arbeitsmarktdaten in den USA gut aus: In März wurden 210.000 neue Jobs geschaffen, im Februar waren es gar 242.000. Viele Menschen mit einem neuen Job werden vermutlich mehr Geld ausgeben - das wird die Preise für Konsumgüter nach oben treiben. „Wir sehen die ersten Anzeichen einer anziehenden Inflation - das freut uns“, sagte auch Fed-Vizechef Stanley Fischer in diesem Monat.

Blackrock setzt deshalb auf inflationsgeschützte Bonds und nutzt Gold als Anlage, um sich gegen eine höhere Inflation abzusichern.

Auch die Allianz-Fondstochter Pimco teilt diese Einschätzung und rechnet mit einer höheren Inflation in den USA als zuletzt erwartet.

Doch zuletzt gerieten Produkte, die Anleger vor Inflationsverlusten bewahren sollen, in Schwierigkeiten: Ein inflationsgeschützter Fonds von Blackrock hatte in den vergangenen zwölf Monaten 1,5 Prozent an Wert verloren, der Pimco Total Return Fund verlor im selben Zeitraum 1,8 Prozent. Besonders bitter: Beide Fonds wurden von 60 Prozent ihrer Wettbewerber geschlagen.

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