Geldpolitik Bundesbank erwartet Inflation von knapp sieben Prozent in diesem Jahr

Verantwortlich für den weiteren Anstieg der Inflation sind im Euroraum vor allem die Energiepreise. Zudem haben die Preiserhöhungen an Breite gewonnen, sagte der Bundesbankpräsident.

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Vor allem wegen des Anstiegs der Energiepreise stiegen die Inflationsraten im Euroraum auf ein nie dagewesenes Niveau, sagte er. Quelle: dpa

Die Bundesbank rechnet inzwischen mit einer Inflationsrate von durchschnittlich nahezu sieben Prozent in diesem Jahr. Vor allem wegen des Anstiegs der Energiepreise seien die Inflationsraten im Euroraum auf ein nie dagewesenes Niveau gestiegen, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel am Mittwoch bei einer Veranstaltung der DZ Bank in Berlin.

Die Teuerungsrate im gemeinsamen Währungsraum war im April auf 7,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit der Euro-Einführung geklettert. Insgesamt hätten Preiserhöhungen an Breite gewonnen, sagte Nagel. Die Bundesbank gehe nun davon aus, „dass die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2022 knapp 7 Prozent erreichen wird“.

Europas Währungshüter haben bereits signalisiert, dass sie angesichts der Rekordinflation bei der EZB-Ratssitzung am 9. Juni über eine Ende der Nettoanleihenkäufe entscheiden könnten. „Darauf sollte meines Erachtens eine zeitnahe erste Zinserhöhung folgen, die im Juli erfolgen könnte“, sagte Nagel.

Die Einstellung der Käufe ist laut EZB eine Voraussetzung für Zinserhöhungen. Wie viele Zinsschritte es bis Ende des Jahres geben werde, bleibe abzuwarten, sagte Nagel, der als Präsident der deutschen Notenbank auch Mitglied im EZB-Rat ist.

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