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Geldpolitik Bundesbank warnt vor Gefahren für die Finanzstabilität

Eine unerwartet starke Eintrübung der Wirtschaftslage könnte Verwundbarkeiten offenlegen, warnte die Bundesbank in ihrem Finanzstabilitätsbericht 2018.

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Die Bundesbank-Vizepräsidentin will einen Puffer für schwere Zeiten aufbauen. Quelle: dpa

Frankfurt Die Bundesbank warnt vor wachsenden Gefahren für das deutsche Finanzsystem im Zuge der Hochkonjunktur und langanhaltender Minizinsen. Eine unerwartet starke Eintrübung der Wirtschaftslage könnte Verwundbarkeiten offenlegen, erklärte die Bundesbank am Mittwoch bei der Vorlage ihres Finanzstabilitätsbericht 2018. Ansteckungseffekte im Finanzsystem könnten zudem einen konjunkturellen Abschwung verstärken. Ein solches Szenario sei mittlerweile wahrscheinlicher geworden.

„Jetzt ist es daher an der Zeit, stärkere Abwehrkräfte und Puffer für schlechtere Zeiten aufzubauen“, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch. Zuletzt seien die Risiken für die Konjunktur gestiegen. Zudem könnten sich die internationalen Handelskonflikte zuspitzen, und auch ein ungeordneter Brexit könne nicht ausgeschlossen werden.

Die Bundesbank sieht es zwar als positiv an, dass Banken seit der Finanzkrise mehr Eigenkapital aufgebaut haben. Bestehende Kapitalpuffer könnten aber nicht genügen, sollten bei einem Abschwung Risiken aus Kreditausfällen, Wert- und Zinsänderungen gleichzeitig eintreten. An den Finanzmärkten seien die Bewertungen zudem inzwischen hoch. Bei einem Konjunktureinbruch könnte dies dazu beitragen, dass die Preise für Immobilien, Aktien und Anleihen sinken. So sind aus Sicht der Bundesbank beispielsweise die Preise für Wohnimmobilien in den deutschen Städten zwischen 15 und 30 Prozent überbewertet.

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