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Geldpolitik Chefvolkswirt der britischen Notenbank warnt vor steigender Inflation

Die britische Notenbank rechet mit einem starken Preisauftrieb im laufenden Jahr. BoE-Chefvolkswirt Haldane spricht offen über die Gefahr einer zu starken Inflation.

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Im Januar waren die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich um 0,7 Prozent gestiegen.  Quelle: Reuters

Bei der britischen Notenbank werden wieder Inflationssorgen laut. Chefvolkswirt Andy Haldane bezeichnete die Teuerung am Freitag als einen „unruhigen Tiger“. Während sich die Wirtschaft langsam von der Coronakrise erhole, sei dieser schwer zu zähmen, sagte der Ökonom in einer online veröffentlichten Rede.

Notenbanken müssten womöglich darauf reagieren. Andere Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Bank von England waren beim Thema Inflationsaussichten zuletzt eher entspannt geblieben.

Der Preisauftrieb sei ein „Tiger, der durch die außergewöhnlichen Ereignisse und politischen Maßnahmen der vergangenen zwölf Monate aufgewühlt wurde“, sagte Haldane. Es sei zwar richtig auf die Risiken hinzuweisen, dass Notenbanken womöglich zu konservativ agieren und die Geldpolitik zu früh straffen würden. „Aber für mich liegt gegenwärtig das größere Risiko darin, dass die Selbstzufriedenheit der Notenbank der großen Katze erlaubt, aus dem Sack herauszukommen.“

Die Gefahr bestehe, dass die Inflation sich als schwer zu bändigen erweise. Und das würde von Währungshütern dann erfordern, noch bestimmter zu handeln als die Finanzmärkte es derzeit erwarteten.

Die britische Notenbank war zuletzt davon ausgegangen, dass die Teuerungsrate im Frühjahr deutlich anziehen wird. So waren beispielsweise die Preise für Öl und andere Rohstoffe in Erwartung einer weltweiten Konjunkturerholung zuletzt merklich gestiegen. Im Januar hatten sich die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich um 0,7 Prozent erhöht. 

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