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Geldpolitik EZB berät nächste Woche über ihr Inflationsziel

„Unter, aber nahe zwei Prozent“ – so lautet das Inflationsziel der EZB, was seit Jahren verfehlt wird. Die Strategie soll nun überprüft werden.

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Die Zentralbank könnte ihr wichtigstes Ziel neu definieren. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird in der kommenden Woche über mögliche Änderungen ihres Inflationsziels beraten. Im Herbst sei die Arbeit an der Strategie forciert worden, sagte das finnische EZB-Ratsmitglied Olli Rehn am Freitag.

„In der nächsten Woche werden uns auf das Preisstabilitätsziel konzentrieren, das der harte Kern der Geldpolitik ist.“ Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an, verfehlt dieses Ziel aber seit Jahren.

Die EZB hatte letztmalig im Jahr 2003 ihre Strategie überarbeitet. Damals hatte sie ihr mittelfristiges Preisstabilitätsziel von 1998 präzisiert. Bis dahin lautete es auf unter zwei Prozent - angepasst wurde es schließlich auf „unter, aber nahe zwei Prozent“.

Inzwischen verfehlen die Euro-Wächter diese Zielmarke bereits seit Frühjahr 2013. Viele Experten erwarten, dass die EZB ihr Ziel auf „zwei Prozent“ abändert und es mit einer Verpflichtung versieht, sowohl ein Untertreffen als auch ein Überschießen der Inflationsrate zu bekämpfen.

Die Strategieüberprüfung soll noch bis mindestens Mitte 2021 dauern. Einige Währungshüter hatten allerdings angemerkt, die Überprüfung des Inflationsziel könne womöglich früher zum Abschluss gebracht werden - vielleicht schon im Januar. Die weiteren Teile des Checks würden danach abgeschlossen.

Mehr: Der US-Notenbankchef sorgt sich, dass auch nach der wirtschaftlichen Erholung viele Verlierer zurückbleiben. EZB-Chefin Lagarde betont dagegen positive Aspekte.

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