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Geldpolitik EZB ist sehr besorgt über Corona-Krise

Laut EZB-Direktorin Isabel Schnabel beobachtet die Europäische Zentralbank das Coronavirus mit großer Sorge. Geldmarkt rechnet fest mit weiterer Zinssenkung.

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Laut Schnabel ist die EZB sehr beunruhigt über das Coronavirus. Quelle: dpa

Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus beunruhigt auch die Europäische Zentralbank (EZB). „Wir alle sind sehr besorgt über das, was gegenwärtig im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus passiert“, sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel am Donnerstag auf einer Veranstaltung in London. Dies erhöhe in erheblichen Ausmaß die Unsicherheit. Das gelte für die globalen Wachstumsaussichten, „aber natürlich auch für die Aussichten der Euro-Zone“, sagte sie.

Für die Geldpolitik sind aus Sicht von Schnabel die möglichen mittelfristigen Folgen der Virus-Epidemie wichtig. „Und gegenwärtig ist das unklar“, fügte sie hinzu. Zuletzt nahmen an den Finanzmärkten die Spekulationen auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) in diesem Jahr deutlich zu.

Am Geldmarkt wird inzwischen fest damit gerechnet, dass die EZB ihren Einlagensatz bis zum Jahresende noch tiefer in den negativen Bereich senkt. Aktuell liegt der Satz bei minus 0,5 Prozent. Ein Minuszeichen bedeutet, dass Banken Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie über Nacht bei der Notenbank überschüssige Gelder parken.

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