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Geldpolitik EZB peilt Ende der Anleihenkäufe noch 2018 an

Insidern zufolge soll die EZB ihr Anleihenkaufprogramm noch im laufenden Jahr beenden. Das bedeute aber nicht automatisch Zinserhöhungen.

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Bis Ende September sind die Anleihenkäufe der EZB noch terminiert. Quelle: dpa

Frankfurt Die Europäische Zentralbank peilt Insidern zufolge trotz eines schwächeren Wirtschaftswachstums an, ihre Anleihenkäufe noch dieses Jahr zu beenden. Die EZB sei aber womöglich vorsichtiger mit Signalen für künftige Zinserhöhungen, sagten vier mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die EZB lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Wegen des kalten Wetters, vielen Streiks und der Grippewelle hatte sich das Wachstum im Währungsraum zu Jahresbeginn fast halbiert. Einige Analysten hatten zuletzt bezweifelt, ob die Notenbank ihre Hilfsmaßnahmen wie die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe weiter zurückfahren kann.

Den Insidern zufolge legten die jüngsten Wirtschaftsbarometer nahe, dass sich das Wachstum im Währungsraum weiter abflaut. Es werde aber immer noch ausreichend sein, um die Inflation anzuschieben. Ein gestiegener Ölpreis und ein schwächerer Euro bedeuteten wahrscheinlich, dass die zur nächsten EZB-Zinssitzung erwarteten Inflationsprognosen der Notenbank zum Teil angehoben werden. Manche Vorhersagen für das Wachstum würden hingegen wohl gesenkt.

Zudem sagten die Insider, möglicherweise werde über die Zukunft der Anleihenkäufe erst auf der Zinssitzung am 26. Juli entschieden und nicht bereits am 14. Juni in Riga. Die Transaktionen sind bislang bis mindestens Ende September terminiert. Wie es danach weitergeht, ist offen.

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