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Geldpolitik EZB plant Feinjustierung der Anleihepolitik

Die Europäische Zentralbank will ab 2019 keine Anleihen mehr zukaufen. Bereits im Dezember könnten die Währungshüter ihre Politik präzisieren.

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Die Zentralbank will 2019 eine vorsichtige Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik einleiten. Quelle: dpa

Frankfurt/Berlin Die EZB will Insidern zufolge die zeitliche Orientierungslinie für das ab 2019 auf Sparflamme gesetzte Anleiheprogramm neu justieren. Ab nächstem Jahr wird die Notenbank voraussichtlich keine Zukäufe mehr tätigen, sondern nur noch auslaufende Papiere aus ihrem billionenschweren Bestand ersetzen.

Sie hat angekündigt, diese Politik dann „geraume Zeit“ beizubehalten. Wie Reuters von Insidern, die anonym bleiben wollten, erfuhr, erwägen die Währungshüter mehrere Optionen, diese Ankündigung etwas klarer zu fassen.

Dabei sei jedoch eine Tendenz erkennbar, das Ende offen zu lassen und beim Zeithorizont nur um Nuancen konkreter zu werden. Einige Währungshüter seien zwar für einen Zeitrahmen. Andere plädierten aber dafür, das Vorgehen von der Entwicklung der Wirtschaft und der Inflation abhängig zu machen.

Die Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren waren in den vergangenen Jahren das wichtigste Instrument der EZB im Kampf gegen eine schwache Konjunktur und eine aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation.

Im Zuge der Konjunkturerholung und einem Preisauftrieb jenseits des von der EZB angestrebten Niveaus von knapp zwei Prozent, will die EZB 2019 eine vorsichtige Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik einleiten.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat signalisiert, dass die Notenbank dabei ihre Orientierungslinie für die Re-Investitionskäufe wohl präzisieren werde – womöglich bereits auf der Dezember-Sitzung.

Die bisherige Formulierung wird von den Märkten so interpretiert, dass die Notenbank noch zwei bis drei Jahre auslaufende Papiere durch neue ersetzen wird. Von Reuters befragte Insider betonten, sie fühlten sich mit dieser Markterwartung wohl.

Die anstehende Justierung der Orientierungslinie solle so angelegt sein, dass diese Erwartungen nicht über den Haufen geworfen würden. Die Leitzinsen, die seit März 2016 bei 0,0 Prozent liegen, will die EZB noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus nicht antasten.

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