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Geldpolitik EZB-Ratsmitglied Villeroy steht zu lockerer Geldpolitik – „Inflation zu niedrig“

Mit 1,2 Prozent liegt die Inflation in der Euro-Zone unter dem Ziel der Zentralbank. Eine strengere Geldpolitik werde es daher erstmal nicht geben, betont Villeroy.

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Das EZB-Ratsmitglied betont, dass die Zentralbank an einer aktiven Geldpolitik festhalten werde. Quelle: Reuters

Berlin Angesichts der zuletzt erneut gedämpften Inflation bleibt die EZB laut Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau bei ihrer lockeren geldpolitischen Linie. Die Inflation sei mit 1,2 Prozent zu niedrig gegenüber dem Ziel der Notenbank von knapp zwei Prozent, sagte er am Freitag in Berlin. „Für die Zukunft bleibt zu viel ungewiss. Deshalb halten wir an einer aktiven Geldpolitik fest, mit sehr günstigen Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen des Euroraums.“

Zugleich erteilte Villeroy einer „Transferunion“ eine Absage: „Angesichts der Besorgnis der Deutschen, die ich verstehe, möchte ich mich hier klar engagieren.“ Villeroy betonte, er sei auch gegen Eurobonds, die eine Vergemeinschaftung der Schulden zur Folge haben würden. „Darf ich daran erinnern, dass Frankreich ebenfalls als Nettozahler zum europäischen Haushalt beziehungsweise zur Finanzierung Griechenlands beiträgt“, fügte er in seiner Rede auf dem Tag des deutschen Familienunternehmens hinzu, die er durchgehend in deutscher Sprache hielt.

Mehr: Der EZB-Chef bereitet die Märkte auf eine ultralockere Geldpolitik vor. Die Anleihe-Renditen drückt das auf nie da gewesene Tiefs.

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