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Geldpolitik EZB-Ratsmitglied will die Wirtschaft ankurbeln

Die Inflation im Euro-Raum sinkt auf 1,0 Prozent. Estlands Notenbank-Chef findet deshalb, dass die EZB ihre Geldpolitik erneut lockern muss.

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Die Inflation im Euro-Raum war im Juli auf 1,0 Prozent gesunken nach 1,3 Prozent im Juni. Quelle: dpa

Tallinn Die Europäische Zentralbank (EZB) muss aus Sicht von Estlands Notenbank-Chef Madis Müller ihre Geldpolitik wegen der schwachen Inflation womöglich erneut lockern. Die Teuerung liege weit unter der Zielmarke der Notenbank, sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag in Tallinn. „Das kann bedeuten, dass die Zentralbank die Wirtschaft erneut ankurbeln muss.“ Der EZB-Rat werde dies auf seiner Zinssitzung am 12. September diskutieren.

Die Inflation im Euro-Raum war im Juli auf 1,0 Prozent gesunken nach 1,3 Prozent im Juni. Das Ziel der Währungshüter von knapp zwei Prozent rückt damit immer mehr in die Ferne.

Neben dem schwachen Preisdruck bereitet den Währungshütern das maue Wirtschaftswachstum Sorgen, das durch die US-Handelskonflikte und die Brexit-Unsicherheiten gebremst wird. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Tür für mögliche Zinssenkungen und erneute Staatsanleihenkäufe bereits weit aufgestoßen. Viele Volkswirte gehen davon aus, dass die EZB im September zumindest ihren Einlagensatz senken wird.

Mehr: Die Inflation ist im Euro-Raum im Juli auf 1,0 Prozent gefallen – etwas tiefer als die erste Erhebung ergab. Der Handlungsdruck auf die Währungshüter steigt.

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