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Geldpolitik EZB startet im März mit Veranstaltungen für die Strategieüberprüfung

„Wir möchten für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger offen sein“, so die EZB. Ab März soll es daher einen offenen Dialog zur Geldpolitik geben.

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Die EZB-Präsidentin will Ende März eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Das Euro-System hört zu“ starten. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) will im März mit Veranstaltungen zur Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie starten. Regionale Organisationen, Verbraucherverbände sowie Sozialpartner sollen ihre Meinung zu den geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank äußern.

„Wir möchten zuhören und für die Meinungen, Erwartungen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger offen sein“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag in Frankfurt. Der Auftakt der Veranstaltungen unter dem Motto „Das Eurosystem hört zu“ findet am 26. März unter Leitung Lagardes in Brüssel statt.

Weitere Konferenzen folgen, ausgerichtet von den nationalen Notenbanken der 19 Euro-Länder. Auch mit Wissenschaftlern und Vertretern der Finanzbranche will sich die Notenbank austauschen. Bürger können online Ideen und Kommentare einreichen.

Die EZB hatte jüngst beschlossen, eine umfassende Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie auf den Weg bringen. Die Notenbank will dabei ihre Formulierung von Preisstabilität ebenso unter die Lupe nehmen wie das geldpolitische Instrumentarium und ihre gesamte Kommunikation. Ziel der Überprüfung ist es der Notenbank zufolge, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, inwieweit Überlegungen wie Finanzstabilität, Beschäftigung und ökologische Nachhaltigkeit bei der Erfüllung des EZB-Preisstabilitätsmandats eine Rolle spielen können.

Seit Jahren versucht die EZB, mit einer Flut billigen Geldes die Konjunktur im Euroraum anzukurbeln und die Inflation in Richtung der Zielmarke der Notenbank zu treiben. Hauptziel der Währungshüter sind stabile Preise im Euroraum. Die Notenbank strebt für den Währungsraum mit seinen 19 Ländern bislang mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. Die Inflationsrate liegt jedoch seit Jahren teils deutlich unter 2,0 Prozent. Abgeschlossen sein soll die Überprüfung möglichst bis zum Ende dieses Jahres.

Mehr: Die Europäische Zentralbank zeigt sich offen dafür, Bargeld durch digitales Zentralbankgeld abzulösen oder zu ergänzen.

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