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Geldpolitik EZB stößt laut Top-Notenbanker nicht an Anleihe-Kaufgrenzen

Der niederländische Notenbankchef hält es für zu früh, Länder-Limits zu diskutieren. Mit dem neuen Rettungsprogramm sei man noch nicht an Grenzen gestoßen.

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Das neue Rettungsprogramm ist auf 750 Milliarden Euro angelegt. Quelle: dpa

Die EZB wird aus Sicht des niederländischen Notenbankchefs Klaas Knot bei den Staatsanleihenkäufen unter ihrem neuen Rettungsprogramm vorerst nicht an selbstgesteckte Obergrenzen stoßen.

„Ich denke, es ist zu früh, um über die Länder-Limits zu diskutieren“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag. Diese sahen bislang vor, dass die Euro-Wächter höchsten ein Drittel der ausstehenden Staatstitel eines Landes halten dürfen.

Doch bei den neuen Wertpapierkäufen im Rahmen des „PEPP“ getauften Hilfsprogramm soll dies nicht mehr gelten. Damit erhöht die EZB ihre Feuerkraft zur Krisenbekämpfung. Sie kann nun besonders stark betroffene Länder wie Italien noch stärker mit Anleihenkäufen stützen.

Es werde eine regelrechte Welle an neuen Anleiheemission der Euro-Länder geben, sagte der Niederländer. „Daher haben wir genügend Spielraum innerhalb der bestehenden Grenzen, um weitere Titel im Wert von hunderten Milliarden zu erwerben.“

Das neue Rettungsprogramm, mit dem die EZB die Wirtschaft in Zeiten der Coronakrise stützen will, ist auf 750 Milliarden Euro angelegt. Zusammen mit bereits laufenden und schon geplanten Käufen von Staatsanleihen, Firmenanleihen und anderen Titeln steigt das Volumen ihrer Anleihenkäufe damit in diesem Jahr auf 1,1 Billionen Euro.

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