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Geldpolitik EZB überprüft Praxis exklusiver Gespräche mit Investoren

Die EZB bietet ausgesuchten Investoren nach geldpolitischen Entscheidungen aktuell noch exklusive Gespräche an. Das könnte sich bald ändern.

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Das Hauptgebäude der Zentralbank in Frankfurt am Main Quelle: Gaby Gerster/laif

Die Europäische Zentralbank (EZB) überprüft ihre Praxis, exklusive Gespräche zwischen Chefvolkswirt Philip Lane und ausgesuchten Investoren nach geldpolitischen Entscheidungen zu veranstalten. Kritiker hatten bemängelt, damit könnten sich womöglich große Finanzkonzerne einen unfairen Vorteil verschaffen. Die EZB veröffentlichte am Freitag Briefe von Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde an EU-Abgeordnete zu diesem Thema. Darin verteidigte sie zwar die Gespräche, zeigte sich aber zugleich offen für Veränderungen.

Die EZB überprüfe ständig ihre Vorgehensweisen, um sie so effektiv wie möglich zu gestalten, schrieb Lagarde in einem der Briefe. „Zu diesem Zweck wird auch das Format der Anrufe überdacht, auf die Sie sich bezogen haben“, fügte sie hinzu. Die Gespräche sprengen aus Sicht von Lagarde aber nicht den Rahmen und verschafften einzelnen Finanzfirmen auch keine Vorteile. Die Gespräche hätten immer nur im Anschluss an geldpolitische Sitzungen stattgefunden. Zudem habe die Notenbank über sie stets informiert. Ferner unterliege die Auswahl der Gesprächsteilnehmer einer Rotation.

In den USA sind solche Gespräche nach Zinssitzungen im Unterschied zur Euro-Zone nicht gestattet. So gilt bei der Notenbank Federal Reserve im Unterschied zur EZB sogar nach Zinsentscheidungen eine sogenannte Blackout-Periode für die geldpolitischen Entscheidungsträger.

Mehr: Lesen Sie hier, warum die EZB ihren expansiven Kurs fortsetzt.

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