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Geldpolitik EZB-Vize de Guindos: Halten uns alle Optionen offen

Die EZB schließt keine geldpolitischen Möglichkeiten aus, um ihre Ziele zu erreichen. Beim Treffen im Juli dürften aber keine Entscheidungen gefällt werden.

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Madrid Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich nach Worten von Vizepräsident Luis de Guindos alle geldpolitischen Optionen offen. Dies gelte sowohl im Kampf gegen eine Konjunkturabschwächung als auch beim Erreichen der eigenen Inflationsziele, sagte de Guindos am Donnerstag in einem Interview mit dem spanischen Radiosender RNE. Dazu könnten Entscheidungen über den Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung oder neue Liquiditätsrunden zählen. Solche Beschlüsse dürften wohl aber nicht beim nächsten Treffen der Euro-Notenbank im Juli gefasst werden.

EZB-Ratsmitglied Olli Rehn hatte zuvor der „Börsen-Zeitung“ gesagt, dass die jüngste Wachstumsabschwächung nicht mehr nur als eine kurze temporäre Konjunkturdelle gesehen werden könne. „Wir erleben eine längere Phase schwächeren Wachstums. Das erfordert weiter ein hohes Maß an geldpolitischem Stimulus.“ Die EZB strebt knapp zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an. Sie verfehlt dieses Ziel aber bereits seit Frühjahr 2013.

Zudem begrüßte de Guindos die Nominierung von IWF-Chefin Christine Lagarde als EZB-Präsidentin. Sie sei eine gute Wahl für den Posten, sagte de Guindos dem Sender.

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