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Geldpolitik Frankreichs Notenbankchef: EZB will großer Akteur bei kurzlaufenden Anleihen werden

Laut Francois Villeroy de Galhau plant die Notenbank, im Rahmen ihres neuen Coronavirus-Rettungspakets verstärkt kurzfristige Firmenanleihen zu kaufen.

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Mit ihrem Notfall-Anleihenkaufprogramm will die EZB gegen die wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise ankämpfen. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) plant nach Aussage von Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau in großem Stil als Käufer im Markt für kurzfristige Firmenanleihen aufzutreten. Die Währungshüter erwerben als Teil ihres neuen Coronavirus-Rettungspakets zum ersten Mal derartige Anleihen, die auch als „Commercial Paper“ bezeichnet werden.

„Wir sind entschlossen, ab dieser Woche ein einsatzbereiter, fairer und bedeutender Akteur auf dem Markt für Commercial Paper zu sein, um Vertrauen zurückzubringen“, sagte Villeroy, Mitglied im EZB-Rat, am Dienstag im Interview mit der französischen Internetseite Wansquare. Dies werde auch andere ermutigen, rasch auf den Markt zurückzukommen.

Mit den Käufen derartiger Schuldentitel als Teil ihres neuen Rettungsprogramms will die EZB verhindern, dass es bei den Unternehmen angesichts der Viruskrise zu Finanzierungsengpässen kommt.

Das gesamte Notfall-Anleihenkaufprogramm, mit dem die Notenbank gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise ankämpfen will, ist auf einen Umfang von 750 Milliarden Euro angelegt.

Zusammen mit bereits laufenden und schon geplanten Käufen von Staatsanleihen, Firmenanleihen und anderen Titeln steigt das Volumen aller Wertpapierkäufe der Euro-Wächter damit in diesem Jahr auf 1,1 Billionen Euro.

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