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Geldpolitik Frankreichs Notenbankchef lehnt „Helikoptergeld“ ab

Ein französisches Expertengremium hat der EZB nahegelegt, Helikoptergeld auszuschütten. Frankreichs Notenbank-Chef weist den Vorschlag jedoch zurück.

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Als „Helikoptergeld“ bezeichnete Geldgeschenke gelten als extremes Mittel der Geldpolitik. Quelle: Reuters

Frankreichs Notenbank-Chef Francois Villeroy de Galhau hat der Vorstellung direkter Geldspritzen der EZB an alle Bürger im Euro-Raum eine Absage erteilt. Solche auch als „Helikoptergeld“ bezeichneten Geldgeschenke gelten als extremes Mittel der Geldpolitik, wenn alle anderen Instrumente bereits ausgereizt sind. „Helikoptergeld, das noch niemals umgesetzt wurde und was in der Praxis komplex wäre, scheint uns keine gute Idee zu sein“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch vor Senatoren.

Das Bild vom Geld, das aus einem Hubschrauber abgeworfen wird, stammt vom US-Ökonomen Milton Friedman aus dem Jahr 1969.

Der Rat für ökonomische Analyse, ein unabhängiges Expertengremium in Frankreich, das dem Ministerpräsidenten zugeordnet ist, hatte zuvor in einem Bericht nahegelegt, die Euro-Notenbank könnte Helikoptergeld ausschütten. Dies sei als letztes Mittel einsetzbar, um die Inflation anzuschieben.

Die Volkswirte der EZB erwarten derzeit zwar, dass die Inflation 2021 unter anderem angeheizt durch eine kräftige Erhöhung der Energiepreise im Schnitt auf 1,9 Prozent zulegen könnte. Doch sie halten den Anstieg nur für vorübergehend. Bereits für 2022 erwarten sie wieder eine deutlich geringere Teuerung von 1,5 Prozent.

Die EZB strebt mittelfristig knapp unter zwei Prozent Inflation als Optimalwert an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Jahren. Im Mai wurde der Zielwert mit einer Rate von 2,0 Prozent allerdings leicht übertroffen.

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